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Während Aufenthalt in Italien Lisa Martinek überraschend gestorben

Die Schauspielerin Lisa Martinek ist tot. Sie starb am Freitag völlig unerwartet während eines Aufenthalts in Italien, wie der Anwalt der Familie, Christian Schertz, in Berlin mitteilte. Die dreifache Mutter wurde 47 Jahre alt. Sie lebte mit ihrem Mann Giulio Ricciarelli und den Kindern in Berlin und München. Zuletzt wirkte sie neben zahlreichen TV-Produktionen auch in einem "Tatort" aus München mit. Weitere Angaben wollte der Anwalt mit Hinweis auf entsprechende Bitten der Familie nicht machen.

Martinek wurde 1972 in Stuttgart geboren. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Erste Engagements führten sie ans dortige Thalia Theater. Später spielte sie auch in Leipzig, in Frankfurt am Main und am Deutschen Theater in Berlin.

Daneben stand sie in zahlreichen TV- und Kinoproduktionen vor der Kamera. Ihre Arbeit wurden unter anderem zweimal mit Nominierungen für den Deutschen Filmpreis gewürdigt. Zuletzt wirkte Martinek in der "Tatort"-Folge "Künstliche Intelligenz" aus München mit.

In der Anfang September 2018 gestarteten ARD-Anwaltsserie "Die Heiland" spielte Lisa Martinek die Hauptrolle der blinden Strafverteidigerin Romy Heiland. Für die Serie sollten von Juli an sechs weitere Folgen gedreht werden. Die Geschichte basiert auf der Idee von Pamela Pabst, der ersten blinden Strafverteidigerin Deutschlands.

In der ZDF-Samstagskrimireihe "Schwartz & Schwartz", die erst im vergangenen Oktober Premiere hatte, war sie als Mitarbeiterin der Mordkommission an der Seite von Devid Striesow und Golo Euler zu sehen. Von 2006 bis 2012 spielte sie in der TV-Reihe "Das Duo".

Privat engagierte sich Martinek als Botschafterin für "Mother Hood". Der Verein setzt sich für die sichere Geburt ein und hat sich zum Ziel gesetzt, dass Schwangere aufgeklärt werden und so selber bestimmen können, wo und wie sie ihr Kind zur Welt bringen möchten. "Dafür brauchen wir Frauen eins zu eins Betreuung unserer Hebamme und gute Geburtsstationen", beschrieb Martinek selbst ihr Engagement.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa