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Nichts für schmale GeldbeutelMacrons Luxus-Brille wird zum Verkaufsschlager

21.01.2026, 22:17 Uhr
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Mit diesem Foto von Macron wirbt der Hersteller auf Instagram für die Luxusbrille. (Foto: Markus Schreiber/AP/dpa)

Emmanuel Macrons Auftritt mit Sonnenbrille in Davos sorgt nicht nur für Zustimmung. Trump spottet, genauso wie viele Franzosen. Doch dem Hersteller des Luxusaccessoires dürfte das egal sein - die kleine Firma kann sich vor Anfragen kaum noch retten. Und das trotz des Preises.

Mit seiner beim Weltwirtschaftsforum am Rednerpult getragenen Sonnenbrille hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sich zwar den Spott von US-Präsident Donald Trump eingehandelt. Viele Zeitungen aber hoben ein Foto von Macron mit Pilotenbrille - die er wegen einer Augenentzündung trug - auf die Titelseite. Und der kleine französische Hersteller der Luxusbrille kann sich vor Anfragen inzwischen kaum noch retten. Der Online-Shop der Marke Henry Jullien war zeitweise überhaupt nicht mehr erreichbar.

"Unsere Freunde und Kunden haben angefangen, uns zu fragen, ob das unsere Brille ist, das macht uns wirklich stolz", sagte Stefano Fulchir, der Chef von iVision Tech, der italienischen Muttergesellschaft der Brillenmarke, dem französischen Sender RTL. Hunderte an Mails und Anfragen seien bereits eingegangen.

"Im Durchschnitt stellen wir jährlich 100 dieser Pacific-Modelle her, aber angesichts der großen Aufmerksamkeit, die sie erhalten, müssen wir dieses Jahr vielleicht 1.000 Stück produzieren. Wir haben bereits Kunden, die nach dem gleichen Modell fragen", sagte Fulchir. Auf Instagram wirbt die Marke Henry Jullien mit einem Foto, das Macron in Davos mit der Brille zeigt, für das Modell zum Preis von 659 Euro.

Trump: "Was zum Teufel ist passiert?"

"Ich habe ihn gestern mit dieser schönen Sonnenbrille gesehen. Was zum Teufel ist passiert?", meinte Trump in seiner Rede in Davos zu Macrons Auftritt am Vortag mit der Brille. Macron habe wie Tom Cruise daherkommen wollen, der im Film "Top Gun" eine ähnliche Brille getragen habe, scherzte so mancher in Frankreich.

Die Zeitung "Le Figaro", die ausführlich über Macrons Brillenmodell aufklärte, erntete auch kritische Kommentare. "Nein, für wen hält er sich eigentlich? Er wirkt völlig verrückt", reagierte ein Leser. "Eine Brille macht noch keinen großen Mann", ätzte ein anderer. "Hofft er, wieder internationale Bedeutung zu erlangen, indem er den Clown spielt?", fragte ein anderer Leser. Auch gab es den Vorschlag, Macron hätte besser eine Augenklappe tragen sollen.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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