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Nicht "stimmlos" fühlen Meghan will politische Mitsprache in USA

Als Senior Royal war Meghan zu politischer Neutralität verpflichtet. Damit ist nun aber Schluss. Also setzt die Herzogin ihre Stimme jetzt dafür ein, auf das Frauenwahlrecht aufmerksam zu machen. Die Botschaft kann man auch als Seitenhieb an die Briten verstehen.

Herzogin Meghan hat sich öffentlich zu der bevorstehenden Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten geäußert. Ein Schritt, der ihr als Senior Royal niemals zugestanden hätte. Mitglieder der britischen Königsfamilie sind zu politischer Neutralität verpflichtet. Seit dem Ablegen ihres Royal-Status im April dieses Jahres genießen Meghan und Prinz Harry jedoch neu gewonnene Freiheiten - und kosten diese auch aus.

So erklärte Meghan nun der Frauenzeitschrift "Marie Claire", dass sie von ihrem Wahlrecht in den USA definitiv Gebrauch machen werde. Sie sagte: "Ich weiß, wie es ist, eine Stimme zu haben, und auch, wie es ist, sich stimmlos zu fühlen." Der 39-Jährigen sei bewusst, "dass so viele Männer und Frauen ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, damit wir gehört werden". Also sollten sich ihrer Meinung nach auch all diejenigen Gehör verschaffen, die stimmberechtigt sind.

Ob man Meghans "Stimmlosigkeit" auch als kleinen Seitenhieb an ihre Zeit in Großbritannien interpretieren kann? Schließlich hatte es die 39-Jährige dort als Senior Royal des britischen Königshauses von Anfang an nicht leicht. Von der britischen Boulevardpresse wurde sie teilweise rassistisch und sexistisch angefeindet. Im neuen Buch "Finding Freedom" wird zudem das Leben von Prinz Harry und seiner Frau genauer beleuchtet. Gute Freunde des Paares beschreiben darin, wie zerrüttet ihr Verhältnis zum Königshof sein soll. Meghan habe das Land "emotional verletzt und erschöpft" verlassen, heißt es in dem Buch. Kritiker bemängeln, dass das Enthüllungsbuch Harrys und Meghans indirekte Abrechnung mit den Briten sei.

"Regen besteht aus einzelnen Tropfen"

Um ihrem Anliegen in der "Marie Claire" Nachdruck zu verleihen, zitierte Meghan die neuseeländische Frauenrechtlerin Kate Sheppard (1848-1934): "Glauben Sie nicht, dass Ihre einzelne Stimme nicht viel ausmacht. Der Regen, der den ausgetrockneten Boden erfrischt, besteht aus einzelnen Tropfen." Es sei eins ihrer Lieblingszitate, sagte die 39-Jährige, "und eins, auf das mein Mann und ich uns oft bezogen haben".

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Obwohl die US-Amerikanerin dem Magazin nicht sagte, für wen sie am 3. November stimmen wird, ist Meghan bekennende Demokratin und Feministin. In der Vergangenheit hat sie sich zudem offen gegen Präsident Donald Trump ausgesprochen. "Natürlich ist Trump spaltend - denken Sie nur an weibliche Wähler", sagte sie in der Nightly Show mit Larry Wilmore. Den Republikaner bezeichnete sie als "frauenfeindlich".

Neben der Herzogin von Sussex sprachen 99 weitere einflussreiche Frauen mit "Marie Claire" darüber, warum sie ihre Stimme bei den Wahlen im November 2020 einsetzen werden - darunter die ehemalige First Lady Michelle Obama, Talkshow-Legende Oprah Winfrey, die Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez und Ex-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton.

Quelle: ntv.de, lri/spot

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