Unterhaltung

Klage gegen Boulevardblatt Meghans Anwälte wollen Schnellverfahren

imago0107026085h.jpg

Können Meghans Anwälte die Angelegenheit bald aus der Welt schaffen?

(Foto: imago images/PA Images)

Seit Monaten befindet sich Herzogin Meghan im Rechtsstreit mit einem britischen Zeitungsverlag. Immer wieder muss sie dabei Niederlagen einstecken. Nun wollen ihre Anwälte ein Schnellverfahren erwirken, um dem Ganzen bald ein Ende zu setzen.

Im Rechtsstreit mit dem Verlag der britischen Sonntagszeitung "Mail on Sunday" möchten die Anwälte von Herzogin Meghan ein Schnellverfahren erwirken. Wie der "Guardian" berichtet, forderten diese nun in einer für zwei Tage angesetzten Anhörung ein sogenanntes "Summary Judgment", das ohne einen vollen Prozess fallen und das Prozedere deutlich abkürzen könnte.

Die "Mail on Sunday" und die Website "Mail Online" hatten Anfang 2019 mehrere Artikel veröffentlicht, in denen Auszüge aus einem Brief der Herzogin an ihren Vater Thomas Markle abgedruckt wurden, den Meghan im Sommer 2018 verschickt haben soll.

Bei dem Brief habe es sich laut den Anwälten um eine "innige Bitte einer schmerzgeplagten Tochter an ihren Vater" gehandelt. Die Publikationen hätten den privaten Brief für "Millionen von Lesern" veröffentlicht, erklärte einer ihrer Anwälte nun. Dabei habe es sich um einen "klaren und ernsthaften" Eingriff in die Privatsphäre seiner Mandantin gehandelt.

Fällt Entscheidung schon bald?

Im September hatte das Gericht allerdings entschieden, dass die Verteidigung des Verlags das Buch "Finding Freedom", eine Biografie über die Herzogin und Ehemann Prinz Harry, in ihrer Argumentation verwenden darf. Dafür soll die Herzogin mit den Autoren zusammengearbeitet und ihnen den Brief an ihren Vater zur Verfügung gestellt haben.

Mehr zum Thema

Der ganze Fall habe eine "beunruhigende Frage" aufgeworfen, so nun ihre Anwälte: Wer habe das Recht über die Inhalte eines privaten Briefes zu verfügen? Egal ob es sich um eine Herzogin oder einen anderen Bürger handle, sei es nicht die "Mail on Sunday", heißt es weiter. Es ist derzeit nicht klar, ob nach der Anhörung direkt eine Entscheidung gefällt wird.

Die Angelegenheit läuft bereits seit Ende April des vergangenen Jahres. Insgesamt hatte Meghan wegen fünf Artikeln - zwei von "Mail on Sunday" und drei von "Mail Online" - Klage eingereicht. Im Mai musste sie einen ersten Rückschlag hinnehmen, als Teile der Klage vom Gericht abgewiesen wurden. Gerichtsdokumente aus dem Juli belegten dann auch noch, dass sie wohl eine hohe Summe an Rechtskosten übernehmen muss.

Quelle: ntv.de, nan/spot

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.