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Meryl Streep bekommt auf der Berlinale neben dem Goldenen Ehrenbären auch Präsente: ein russischer Journalist schenkt ihr eine Matrjoschka.
Meryl Streep bekommt auf der Berlinale neben dem Goldenen Ehrenbären auch Präsente: ein russischer Journalist schenkt ihr eine Matrjoschka.(Foto: REUTERS)
Dienstag, 14. Februar 2012

"Wie im Traum": Meryl Streep erhält Ehrenbären

Für die "Eiserne Lady" ist es "wie ein Traum": Meryl Streep wird auf der Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet. Ihr Auftritt beschert dem Festival eine dicke Portion Glamour.

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Bravo-Rufe und viele Komplimente für Oscarpreisträgerin Meryl Streep: Die US-Schauspielerin ("Jenseits von Afrika", "Silkwood", "Kramer gegen Kramer") durfte sich bei der Berlinale den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk abholen.

Auf dem Festival stellt die 62-Jährige ihren neuen Film "Die Eiserne Lady" vor. Darin spielt sie die einstige britische Premierministerin Margaret Thatcher, was ihr die 17. Oscarnominierung ihrer Karriere einbrachte. Der Festival-Presse führte die US-Amerikanerin dazu passend ihren Filmakzent vor: ein vornehm englisch gehauchtes "No".

Als links denkende Schauspielerin habe sie vieles Überraschendes über die konservative englische Politikerin erfahren, etwa, dass diese keine Abtreibungsgegnerin gewesen sei, erzählte der Hollywoodstar. "Ich habe viele Dinge über sie gelernt", sagte Streep, die einige Sympathien für die "Eiserne Lady" erkennen ließ. Und ob es der Politikerin gefalle oder nicht: "Sie war eine Feministin." Dass sich die Situation für Frauen verändert habe, sei auch Thatcher zu verdanken.

Zu Beginn von Projekten unsicher

Trotz ihrer langen Karriere sieht sich Streep zu Beginn von Projekten noch immer als unsicher. Aber dieses Gefühl sei wichtig. "Mit Erwartungen umzugehen, ist schwer." Mit Blick auf ihre Rollenauswahl sagte Streep: "Ich mag schwierige Frauen." Und: Beim Thatcher-Film habe sie abends nach dem Drehen einen Gin Tonic serviert bekommen, zum Abschalten.

Bei der Pressekonferenz zeigte sich Streep mit Brille, schlagfertig, mit Ironie und glänzend aufgelegt. Von den Journalisten bekam sie viele Komplimente und auch Geschenke: Blumen und eine russische Matrjoschka-Holzpuppe.

Sie fühle sich sehr geehrt, bei der Berlinale und außerhalb ihres Heimatlandes so einen Preis zu bekommen. "Es ist wirklich wie ein Traum", sagte Streep, die aus einem kleinen Ort im US-Bundesstaat New Jersey kommt.

Am späten Dienstagabend wurde die Schauspielerin zur Gala-Vorstellung von "Die Eiserne Lady" (Regie: Phyllida Lloyd) erwartet, der am 1. März in den deutschen Kinos startet. Die Berlinale zeigt außerdem sechs weitere Spielfilme mit Streep als Hommage.

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Quelle: n-tv.de

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