Weiter in UntersuchungshaftMette-Marits Sohn laut Bericht über Nacht im Krankenhaus

Der in Untersuchungshaft sitzende Marius Borg Høiby hat die vergangene Nacht offenbar in einem Krankenhaus verbracht. Das berichtet ein norwegisches Magazin. Der Grund dafür ist bislang nicht bekannt.
Marius Borg Høiby, der älteste Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Høiby soll das Gefängnis in Oslo laut eines Medienberichts allerdings am Mittwoch vorübergehend verlassen haben. Der 29-Jährige habe die Nacht in einem Krankenhaus verbracht, berichtet die norwegische Ausgabe des Magazins "Se og Hør"
.Das Magazin hat ein Bild veröffentlicht, das Høiby in Begleitung eines Polizeibeamten auf dem Weg in die Klinik zeigen soll. Der Grund für den Aufenthalt sei allerdings nicht bekannt. Sein Verteidiger René Ibsen habe auf Anfrage erklärt, dass er die Angelegenheit nicht kommentieren wolle.
Marius Borg Høiby weiter in Untersuchungshaft
Ebenfalls am Mittwoch hatte laut norwegischer Berichte ein Berufungsgericht entschieden, dass Høiby in Untersuchungshaft bleiben soll. Ein Osloer Gericht hatte zuvor seine Entlassung mit einem Verweis auf den Gesundheitszustand seiner Mutter angeordnet. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen Berufung eingelegt.
Man sei enttäuscht über das Urteil und das mangelnde Verständnis des Berufungsgerichts für die Schwere der Situation, erklärte die Verteidigerin Ellen Holager Andenæs der norwegischen Tageszeitung "Dagbladet" zufolge. Høiby hatte eine Entlassung aufgrund der Schwere der Erkrankung seiner Mutter beantragt. Die Kronprinzessin leidet an einer Lungenfibrose und steht seit Kurzem auf der Warteliste für eine Lungentransplantation.
Marius Borg Høiby befindet sich seit dem Tag vor Beginn seines Prozesses im Februar in Untersuchungshaft. Er ist in einem Strafverfahren wegen zahlreicher mutmaßlicher Vergehen angeklagt. Zu den schwersten Vorwürfen zählen Sexualdelikte und Gewalt in engen Beziehungen. Marius Borg Høiby hat einige Vorwürfe eingeräumt, andere weist er zurück. Die Verkündung des Urteils wird für kommenden Montag, den 15. Juni, erwartet.