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Antrag auf HaftentlassungMette-Marits Sohn will mit Fußfesseln in die Freiheit

05.05.2026, 14:22 Uhr
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Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin ist in 40 Punkten angeklagt. (Archivbild)

Marius Borg Høiby will raus aus der Untersuchungshaft. Sein Anwalt startet nun einen erneuten Versuch, den Sohn der norwegischen Kronprinzessin aus dem Gefängnis zu holen - eingeschränkt durch Fußfesseln.

Zwei Mal haben Marius Borg Høibys Anwälte bereits versucht, ihren Mandanten aus der Untersuchungshaft zu holen. Jedes Mal hat das Gericht die entsprechenden Anträge abgelehnt. Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit muss sich in insgesamt 40 Anklagepunkten, darunter vier Vergewaltigungsvorwürfe, verantworten. Ein Urteil gegen den 29-Jährigen wird im Juni erwartet.

Nun sollen Høibys Anwälte einen weiteren Versuch gestartet haben, ihn bis zum Prozessende auf freien Fuß zu bekommen. Mehr oder weniger auf freien Fuß. Denn laut der norwegischen Zeitung "VG" sollen sie in einem neuen Antrag statt Gefängnis einen Hausarrest mit elektronischer Fußfessel für ihren Mandanten fordern. Verteidiger René Ibsen erklärte der Zeitung gegenüber, dass die entsprechende Haftanhörung vor dem Bezirksgericht in Oslo am 6. Mai stattfinden wird.

Eine solche Vorgehensweise ist in Norwegen seit August 2025 dank einer Gesetzesänderung möglich. Voraussetzung dabei ist, dass der oder die Angeklagte einen festen Wohnsitz hat. Das könnte allerdings zu einem Problem für Høiby werden. Bis Ende November 2025 wohnte er auf dem Gelände von Schloss Skaugum in der Nähe seiner Mutter und seines Stiefvaters Kronprinz Haakon. Anfang Dezember zog er in eine Wohnung im Osloer Viertel Frogner, wo er aber zwischenzeitlich nicht mehr gemeldet sein soll.

Hohe Rückfallgefahr befürchtet

Laut seinem Verteidiger soll Høiby nun allerdings die Möglichkeiten haben, zurück auf das Schlossgelände zu ziehen. Der Zeitung "Nettavisen" erklärte Ibsen: "Er hat die Wohnung in Frogner nicht mehr, also mussten wir eine andere Lösung finden. Das Haus, über das er in Skaugum verfügte, steht leer, und da war es naheliegend, dass er dorthin zurückziehen könnte."

Ein entsprechender Mietvertrag sei bereits abgeschlossen worden - und zwar angeblich mit Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon. Das Wohnverhältnis sei "über sie geregelt" worden, zitiert ihn die Zeitung.

Ein wichtiger Aspekt der Anhörung zu einer möglichen elektronischen Fußfessel für Høiby ist die Einschätzung einer möglichen Rückfallgefahr. Im März hatte das Berufungsgericht eine Entlassung aus der Untersuchungshaft wegen einer "hohen Rückfallgefahr" und der Schwere der Vorwürfe gegen den Angeklagten abgelehnt.

Quelle: ntv.de, csp

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