Gericht lehnt Berufung abMarius Borg Høiby muss weiter in U-Haft bleiben

Anfang März stellt Marius Borg Høiby einen Antrag auf Entlassung aus der U-Haft - erfolglos. Nun scheitert der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit auch mit der Berufung gegen diese Entscheidung.
Marius Borg Høiby bleibt in Haft. Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit muss sich aktuell in 40 Anklagepunkten, darunter schwerwiegende Vorwürfe wie mehrfache Vergewaltigung, vor dem Amtsgericht in Oslo verantworten. Kurz vor Prozessbeginn am 3. Februar war der 29-Jährige erneut festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Dort muss Høiby auch bleiben, denn nachdem er bereits Anfang März mit einem Antrag auf Entlassung aus der U-Haft vor dem Bezirksgericht gescheitert war, wies nun auch das Borgarting-Oberlandesgericht seine Berufung einstimmig ab, wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB berichtet.
"Wir haben dazu keinen Kommentar, außer dass wir dies zur Kenntnis nehmen und prüfen werden, ob es eine Grundlage für eine Berufung gibt", sagte Verteidiger Petar Sekulic der norwegischen Zeitung "Dagbladet". Er werde die Entscheidung heute mit Høiby besprechen.
Am 19. März fand der letzte Prozesstag statt. Die Verteidigung forderte in allen vier Vergewaltigungsfällen Freispruch. Einen Tag zuvor hatte Staatsanwalt Sturla Henriksbø seine Forderung vorgelegt: In 39 von 40 Anklagepunkten solle Marius schuldig gesprochen werden. Die Staatsanwaltschaft hält eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten für angemessen. In 15 der 40 Anklagepunkte hatte sich Høiby ganz oder teilweise schuldig bekannt. Das endgültige Urteil wird noch einige Zeit auf sich warten lassen. Wie es nun heißt, sei damit erst Anfang Juni zu rechnen.
Mette-Marits Zustand bereitet Sorge
Derweil steigt die Sorge um den Gesundheitszustand von Kronprinzessin Mette-Marit. Die Zeitschrift "Se og Hør" berichtete, dass die Frau von Kronprinz Haakon nach ihrem Interview zum Epstein-Skandal mit dem Sender NRK angeschlagen ausgesehen habe, wie Bilder beweisen sollen. Haakon soll darauf angeblich ein Sauerstoffgerät für Mette-Marit getragen haben.
Die Schnappschüsse zeigen das Paar vor dem Eingang einer Notaufnahme. Kronprinzessin Mette-Marit leidet an einer chronischen Lungenfibrose. Das norwegische Königshaus hatte Ende 2025 bekannt gegeben, dass sich die Erkrankung verschlimmert habe und sie auf eine mögliche Lungentransplantation vorbereitet werde.