Unterhaltung

"Für Sie und Ihn" Micaela Schäfer träumt von Erotik-Magazin

imago92475032h.jpg

Sie hat da auch einen Plan B: Micaela Schäfer.

(Foto: imago images / Future Image)

In erster Linie ist Micaela Schäfer fürs Nacktsein bekannt. Aber auch ihre schonungslose Ehrlichkeit hat ihr zahlreiche Fans eingebracht. In einem Interview spricht sie jetzt über die Tücken des Trashs und ihre neuesten Pläne.

Micaela Schäfer zieht sich aus. Von Berufs wegen. Mit dem Nacktsein auf roten Teppichen und an DJ-Pulten verdient sie ihr Geld. Aber auch als Kandidatin in Reality-Shows wie dem Dschungelcamp und dem "Sommerhaus der Stars". In einem Interview mit dem Spiegel verrät sie jetzt, was wir als Nächstes von ihr zu erwarten haben.

*Datenschutz

"Wenn ich keine Lust mehr habe, Nackt-DJane zu sein, denke ich mir was Neues aus - eine Modekollektion zum Beispiel. Oder ich würde ein Magazin machen, da habe ich schon eine Idee", sagt sie und führt diese Idee auf Nachfrage aus. "Ein Erotikmagazin für Sie und Ihn. Denn für Männer gibt es bereits Erotikmagazine, nur wir Frauen kommen nicht auf unsere Kosten. Wir können was über Lippenstift lesen oder darüber, welche Adeligen sich gerade scheiden lassen. Aber wenn ich auch mal etwas über Sex lesen möchte, wird es trostlos. Das fehlt!"

Auf das erste Cover käme natürlich sie selbst, so die gebürtige Leipzigerin. Über weitere Ausgaben habe sie auch noch gar nicht nachgedacht. "Das kostet ja Geld. Und ich habe keine Ahnung, wie man ein Magazin in die Läden bekommt. Anzeigen und Werbekunden - um Gottes Willen." 

"Sind alle voyeuristisch veranlagt"

In dem Gespräch geht es auch um die Wichtigkeit oder Überflüssigkeit von Trash-Sternchen und TV-Trash ganz allgemein. Schäfers Einstellung dazu ist äußerst realistisch und selbstreflektiert: "Wir sind alle voyeuristisch veranlagt. Wir wollen glauben, dass wir das Leben von Menschen in der Öffentlichkeit kennen. Dabei ahnen wir, dass vor der Kamera jeder eine Rolle spielt. Trotzdem bin ich überzeugte Trash-Tante." Ein A-Promi wie Helene Fischer müsse aufpassen, was sie sagt, da sie sonst "hochdotierte Werbeverträge mit irgendeiner Schwachsinns-Firma" verliere. Ein Problem, das Schäfer mit ihrem Ruf und als C-Promi nicht habe.

"Zum A-Promi könnte ich nur werden, wenn ich mir einen Nationalspieler angele oder Til Schweiger sich in mich verliebt. Aber mich nimmt kein A-Promi. Das verbietet ihnen schon das Management. So tickt diese arrogante Medienbranche. Früher gab es so was wie A-, B-, C-Promis nicht", meint Schäfer weiter. "Bambi, Deutscher Filmpreis. So was kannst du als C-Promi knicken. Wir halten keine Laudatio, und große Designer statten uns nicht aus. Wir kriegen kein Cover in 'Bunte' oder 'Gala', wir kommen auf die 'InTouch'. Wir laufen im Dschungelcamp rum, aber kriegen keine Stunde bei Lanz, wie Lagerfeld. Wir C-Promis haben bestimmte Privilegien einfach nicht." Aber das sei okay für sie, fügt sie hinzu. Viel mehr störe sie die Art und Weise, wie C-Promis behandelt würden. "Wirklich wie der letzte Dreck. Entschuldigung, wir füllen 50 Prozent eurer Formate. Wenn wir nicht wären, wann soll dann der Schokoriegelhersteller seine Werbung bei euch schalten?"

Botox nur noch eingeschränkt

*Datenschutz

Die 35-jährige "Miss Tempelhof" und "Miss Ostdeutschland" macht sich auch so ihre Gedanken übers Altern, hat aus ihren Schönheits-OPs nie einen Hehl gemacht. "Also klar werde ich älter, aber ich will nicht so aussehen. Ich will mich in meinem Körper wohlfühlen, und das tue ich nicht, wenn ich Falten habe und es überall hängt. Klar, irgendwann kann ich das eh nicht mehr aufhalten, aber im Moment möchte ich in den Spiegel gucken und mich einfach schön fühlen."

Zwei Operationen am Po, eine am Kinn, drei an der Nase, dazu die Schlupflider ... "Und die Brüste habe ich ein, zwei, drei, vier, fünf Mal gemacht. Ach, und Bauch, Lippen und Wangen, das habe ich beinahe vergessen." Nur das mit dem Botox habe sie jetzt eingeschränkt, erzählt sie. "Bei einigen Jobs habe ich gemerkt, da sollte ich halt irgendwie 'anders' gucken, und das funktionierte einfach nicht. Und so ein bisschen Mimik im Gesicht wäre ja schon schön. Ich spritze immer noch, aber nicht mehr so, dass da alles wie festgetackert ist."

Schäfer hat auch noch einen Tipp für Teenagerinnen, die so werden wollen wie sie: "Mach' das nicht. Ich stehe zu dem Produkt Micaela Schäfer. Dazu, dass ich meine Brüste zeige. Das wird aber nicht deins sein. Du wirst die Shitstorms nicht ertragen, das macht dich nicht glücklich."

Quelle: ntv.de, nan