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"Hätte das niemals erlaubt" Mike Tyson misstraute Michael Jackson

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Mike Tyson macht auch den Eltern der mutmaßlichen Opfer Jacksons Vorwürfe. Er selbst hätte seine Kinder niemals allein beim "King of Pop" gelassen.

(Foto: imago/Ritzau Scanpix)

In den 80er- und 90er-Jahren sind Mike Tyson und Michael Jackson ziemlich beste Freunde. Dem Boxprofi fällt aber schon damals das merkwürdige Verhalten des "King of Pop" auf. Und auch aus Deutschland werden jetzt neue Vorwürfe laut.

Der ehemalige Box-Weltmeister Mike Tyson und der "King of Pop" waren in den 1980er- und 1990er-Jahren gut befreundet, und so ist dem heute 53-Jährigen schon damals nicht entgangen, dass Jacksons Verhältnis zu kleinen Jungs eher ungewöhnlich war. Das sagt er jetzt in einem Podcast mit dem US-amerikanischen Schauspieler und Comedian Michael Rapaport: "Ich liebe Michael. Aber ich hätte niemals erlaubt, dass er mit meinen Kindern rumhängt."

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Er habe Jackson mehrfach auf dessen Neverland Ranch besucht, hätte es aber niemals zugelassen, dass eines seiner Kinder dort allein mit Jackson ist. Und so gibt er den Eltern der vermeintlichen Opfer eine gewisse Mitschuld: "Sie sind auch verantwortlich. Michael hatte doch schon immer diesen Ruf ..." Sollte wirklich ein Missbrauch stattgefunden haben, sei das natürlich komplett falsch, sagt er weiter. Aber fände er es dennoch nicht in Ordnung, die Sache so viele Jahre nach Jacksons Tod wieder neu aufzurollen. Tyson vermutet, dass es den mutmaßlichen Opfern nur ums Geld geht.

Jacksons Nichte verteidigt ihren Onkel

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Und zumindest in diesem Punkt deckt sich seine Meinung mit der von Jacksons Nichte. Brandi Jackson, Tochter von Michaels Bruder Jackie, bezichtigt Wade Robson, einen der Männer aus der "Leaving Neverland"-Doku, der Lüge. In der australischen "The Kyle and Jackie O Show" sagte die 37-Jährige: "Während ich 'Leaving Neverland' schaute, wurde mir davon richtig übel, um ehrlich zu sein. Die Sachen, die er sagte, waren so übertrieben und lächerlich. Er beschrieb eine komplett andere Person, aber nicht meinen Onkel. Die Erzählweise hat sich komplett geändert über die letzten 15 Jahre. Alles, was er jemals über meinen Onkel gesagt hat, ist das komplette Gegenteil von dem, was er jetzt in der Dokumentation behauptet."

Sieben Jahre lang sollen sich Brandi Jackson und Robson sogar gedatet haben, kannten sich schon aus Kindertagen. Sie ist wie Tyson davon überzeugt, dass es Robson nur ums Geld geht. Seit Veröffentlichung der Doku hat allerdings weder Robson noch das zweite mutmaßliche Missbrauchsopfer, James Safechuck, Anspruch auf eine Entschädigungszahlung erhoben. Jedoch hatten beide schon 2013 ihre Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs gegen den "King of Pop" geäußert und umgerechnet 1,5 Milliarden Euro Schmerzensgeld verlangt. Ihre Anträge wurden seinerzeit abgelehnt.

Neue Vorwürfe aus Deutschland

Jetzt werden sogar noch neue Vorwürfe laut. Auch ein deutscher Junge soll Opfer Jacksons geworden sein. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wohnte Michael Jacobshagen mit 14 Jahren im März 1998 zwei Wochen lang mit dem damals 39 Jahre alten Jackson in einem Hotel in München. Dort sei er von ihm missbraucht worden, gibt der heute 35-Jährige an. Kennengelernt hatten sich die zwei laut Jacobshagen bereits 1995 im Disneyland Paris.

"Er hat sich an mich gepresst und meinen Nacken geküsst", zitiert ihn "Bild". Jacobshagen habe gespürt, dass Jacksons Hand an seinem Oberschenkel und an seinem Hintern lag. Zufällige Berührungen seien das nicht gewesen: "Ich habe seine Erektion gespürt", sagte er weiter. Jackson sei daraufhin manchmal ins Badezimmer gegangen, vermutlich, um zu maturbieren.

Erst durch die Dokumentation habe Jacobshagen den Mut gefasst, sein Schweigen zu brechen. "Michael forderte mich auf, niemandem davon zu erzählen. Sonst könnten wir keine Freunde mehr sein", berichtet er weiter. Viele Jahre verteidigte er den Musiker sogar und leugnete sämtliche Missbrauchsvorwürfe.

Quelle: n-tv.de, nan

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