Mit Mutti bei den OscarsJacob Elordi löst langjähriges Versprechen ein

Bei den Oscars am vergangenen Sonntag erscheint Jacob Elordi mit einer Frau, die man nicht aus der Öffentlichkeit kennt. Es handelt sich um seine Mutter Melissa. Damit löst der 28-Jährige ein früh gegebenes Versprechen ein.
Als 15-Jähriger verspricht Jacob Elordi seiner Mutter Melissa, dass er eines Tages auf dem roten Teppich der Academy Awards stehen und sie mit dorthin nehmen wird. Am vergangenen Sonntag, und damit 13 Jahre später, hat der australische Schauspieler sein Versprechen tatsächlich eingelöst.
Der Weg zu den Oscars war für den 28-Jährigen, der in einer Arbeiterfamilie in Brisbane aufwuchs, alles andere als vorgezeichnet. Während seine Mutter Hausfrau war und nebenher ehrenamtlich in der Schulkantine arbeitete, um mehr Zeit mit ihrem Sohn verbringen zu können, mahnte ihn sein Vater John, ein Maler, schon früh zur Vorsicht. Er habe das typische "Vater-Ding" gemacht und nach einem Plan B gefragt, erinnerte sich Jacob Elordi kürzlich in der Show von US-Talkmaster Jimmy Kimmel. Seine Antwort damals: "Mein Plan B sind die Oscars." Und der wurde längst zu Plan A.
Mutter Melissa ebnete ihm den Weg (fast) immer
Nach seinem Durchbruch mit der Netflix-Produktion "The Kissing Booth" 2018 und spätestens mit seiner Rolle in der HBO-Serie "Euphoria" wurde er zum Gesicht einer ganzen Generation. Inzwischen hat sich Elordi aber auch im Charakterfach etabliert, verkörperte unter anderem Elvis Presley in "Priscilla" und glänzte im Drama "Saltburn". Bei den diesjährigen Oscars war er für seine Darstellung des Monsters in Guillermo del Toros "Frankenstein" als bester Nebendarsteller nominiert. Der Preis ging dann allerdings an den 65-jährigen Sean Penn für dessen Rolle in "One Battle After Another". Ein Erfolg war der Abend für ihn und Mutter Melissa aber wohl auch so schon.
Trotz seines Ruhms betont Elordi immer wieder die enge Bindung zu seiner Familie. Seine Mutter bezeichnete er im Gespräch mit dem "Wall Street Journal" mal als seine beste Freundin, mit der er mehrmals täglich telefoniere. Sie war es auch, die den Grundstein für seinen Erfolg legte: Nachdem er sich mit zwölf Jahren beim Rugby verletzt hatte, meldete sie ihn kurzerhand an einer Schauspielschule an. Und auch, dass ihr Sohn die Rolle von Frankensteins Monster annahm, geht zumindest in Teilen auf ihr Konto.
Bei einem Event anlässlich des Films in London erinnerte sich Jacob Elordi im Beisein von Guillermo del Toro an eine Anekdote aus seiner Kindheit. Er habe diese als Kind regelmäßig Videotheken besucht und viel Zeit bei den Horror-Filmen verbracht. Dort fiel ihm das DVD-Cover des del-Toro-Werks "Pans Labyrinth" auf, das ihn faszinierte. Mit zehn Jahren eigentlich noch zu jung für den Film, erlaubte ihm Mutter Melissa, ihn dennoch auszuleihen und zu schauen. "Du darfst niemals mit diesem Mann arbeiten", soll sie allerdings dazu gesagt haben. An diesen Rat hat seiner Mutter er sich am Ende dann aber zu seinem Glück nicht gehalten.