Unterhaltung

Dschungelkönig bei Punkt 12Moderatorin ringt Gil Ofarim eine Entschuldigung ab

11.02.2026, 17:49 Uhr
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18 Tage lang sitzt Gil Ofarim mit seinen Mitstreitern im australischen Dschungelcamp von RTL und schweigt weitgehend zum Davidstern-Skandal von 2021. Seinen Fans ist das egal, sie wählen ihn trotzdem zum König. Bei "Punkt 12" nun die Wende. Oder doch nicht?

Die diesjährigen Dschungelcamp-Kandidatinnen und -Kandidaten sind wieder sicher auf deutschem Boden gelandet. Am Vormittag trafen der frisch gekürte König Gil Ofarim, Prinzessin Samira, Prinz Hubert und ihr Gefolge schlussendlich in Köln ein und wurden umgehend ins TV-Studio gekarrt. Dort stellten sich die drei Erstplatzierten bei "Punkt 12" den neugierigen Fragen von unter anderem Katja Burkard und Ross Anthony.

Neben dem üblichen Geplänkel über die Zustände im Dschungel selbst, die Prüfungen sowie das Miteinander der Camper an sich kommt die Moderatorin natürlich auch nicht umhin, Ofarim noch einmal auf den erneut Schlagzeilen machenden Davidstern-Skandal von 2021 anzusprechen.

Immerhin hat Markus W., das Opfer von Ofarims Verleumdungskampagne, der "Zeit" jetzt ein Interview gegeben und klargemacht, wie erschrocken er darüber ist, dass sich Täter Gil Ofarim im Camp als Opfer darstellte. Ofarim gab an, besagtes Interview mit W. bislang nicht zu kennen. Und auch sonst blieb er so schmallippig wie üblich. Denn schon bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" hatte er sich nur wenig bis kryptisch zur Causa geäußert und sich beinahe stoisch so zum Sieg geschwiegen.

Während viele Menschen vor den TV-Geräten und auch einige seiner Mitcamper auf eine Entschuldigung oder zumindest eine Erklärung für sein damaliges Verhalten hofften oder gar pochten, streute der Sänger mit den wenigen Worten, die er dazu sagte, stattdessen Zweifel. Zweifel an den Fakten, die der Gerichtsprozess 2023 aufdeckte und die zu einem Geständnis seinerseits plus einer abgelesenen Entschuldigung führten.

"Ich kann mich nur wiederholen"

Als Katja Burkard Gil Ofarim jetzt vor laufenden Kameras und live im TV fragte: "Kannst du denn sagen: Es tut mir leid, was dem Markus W., dem Hotelmitarbeiter, durch dein Video widerfahren ist?", erwiderte er mit gepresster Stimme, dass er es Herrn W. schon persönlich und vor Gericht gesagt habe. "Ich kann mich nur wiederholen: Alles was da passierte und im Nachgang alles: Es tut mir leid!" Ob er damit wirklich und ausschließlich die dramatischen Folgen meinte, die sein Video und die darauffolgenden zwei Jahre bis zum Prozess für das Leben von Herrn W. hatte, oder er nicht doch eher sein eigenes Karriereende bedauert, bleibt unklar.

Es sind jedenfalls Worte, auf die viele lange gewartet haben und die nun also doch noch gefallen sind - wenn auch unter öffentlichem Druck und noch immer nicht im vollen Brustton der Überzeugung. Denn warum Gil Ofarim im Gespräch mit Simone Ballack während der Show von manipulierten Videos und einem angeblich nicht ernst oder nicht wirklich zur Kenntnis genommenen Zeugen zu seinen Gunsten fabulierte, bleibt weiter offen. Niemand hat ihn bislang danach gefragt. Ob die Entschuldigung bei "Punkt 12" sein Opfer Markus W. überzeugt hat, ist nicht bekannt - unter den gegebenen Umständen aber doch wohl eher fraglich.

Quelle: ntv.de, nan

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