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Keine Ausnahme für K-Pop-Stars Müssen BTS bald zum Militär?

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Tauschen sie bald Mikro gegen Waffe? BTS.

(Foto: picture alliance / John Palmer/MediaPunch)

Gemessen am Erfolg von BTS können viele Popstars aus Europa oder den USA glatt einpacken. Doch auch für die Boyband aus Südkorea soll es in ihrem Land keine Extrawurst geben. So könnten die Mitglieder der Gruppe bald zum Militärdienst einberufen werden.

Sie sind das international bekannteste Aushängeschild der Bands, die dem Genre "K-Pop" zugerechnet werden. So füllen die sieben Mitglieder der südkoreanischen Boyband BTS zum Beispiel auch bei ihren Gastspielen in Deutschland die allergrößten Hallen. Doch demnächst könnte der Gruppe tatsächlich eine Zwangspause bevorstehen.

Der Grund sind Spekulationen, wonach auch die Popstars nicht um den notorischen Militärdienst in ihrer Heimat herumkommen sollen. Genährt werden diese von Aussagen des südkoreanischen Botschafters in Großbritannien, Gunn Kim, in einem Gespräch mit der "Sunday Times".

"Es wird erwartet, dass junge koreanische Männer dem Land dienen, und die BTS-Mitglieder sind Vorbilder für viele junge Koreaner", wird der Botschafter zitiert. Er sei sich "ziemlich sicher", dass die Sänger "ihre Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft erfüllen werden".

Jin ist "bereit"

In Südkorea wird man im Alter zwischen 18 und 28 Jahren in den Militärdienst berufen und muss mindestens 18 Monate dienen. Ein Gesetz vom Dezember 2020 macht es für herausragende Künstler, die in der populären Kultur- und Kunstindustrie tätig sind, zwar möglich, ihren Wehrdienst aufzuschieben. Bis zu ihrem 30. Geburtstag müssen sie ihn jedoch angetreten haben. Jin, das älteste BTS-Mitglied, wird im Dezember 30.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Wirtschaftsanalyst Yoo Sung Man prophezeit, dass die Sänger von BTS "vor Mitte des Jahres 2022" ins Militär eintreten würden. Es wird wohl erwartet, dass alle gemeinsam ihre Wehrpflicht absolvieren. Laut Yoo Sung Man würden die sieben Mitglieder dann eine Pause von der Musik einlegen.

Jin äußerte sich bereits im Februar 2020 auf einer Pressekonferenz zum Militärdienst: Es sei "noch keine Entscheidung getroffen worden", sagte er da und ergänzte: "Ich glaube, dass der Militärdienst ein Teil meiner Pflicht ist, und ich bin bereit, ihn zu akzeptieren, wenn das Land mich dazu auffordert." Sollte es tatsächlich dazu kommen, hoffe er, "allen mein Bestes zu zeigen".

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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