"Ich bereue es nicht"Mussolinis Enkelin räumt bei "Big Brother" ab

Mit provokanten Aussagen und ihrer Nähe zum Erbe ihres Großvaters Benito Mussolini sorgt Alessandra Mussolini seit Jahren für Kontroversen. Nun feiert sie einen überraschenden Erfolg im italienischen Reality-TV: Die 63-Jährige gewinnt die Promi-Ausgabe von "Big Brother".
Alessandra Mussolini sorgt in Italien erneut für Schlagzeilen - diesmal allerdings nicht wegen ihrer Politik, sondern wegen Reality-TV. Die Enkelin des faschistischen Diktators Benito Mussolini hat die aktuelle Promi-Staffel von "Big Brother", auf Italienisch "Grande Fratello Vip", gewonnen. Die 63-Jährige setzte sich nach mehr als 1500 Stunden vor laufenden Kameras gegen insgesamt 15 Mitstreiter durch.
Nach ihrem Sieg zeigte sich Mussolini emotional. "Ich habe alles in vollen Zügen genossen, so wie ich bin. Ich bereue es nicht", sagte sie im Finale. Für den ersten Platz erhält sie 100.000 Euro Preisgeld, die Hälfte davon will sie an eine wohltätige Organisation spenden.
Immer wieder umstritten
Alessandra Mussolini war in Italien jahrzehntelang vor allem als Politikerin bekannt. Sie saß unter anderem im Europaparlament sowie in beiden Kammern des italienischen Parlaments. Ihre politische Karriere begann in einer neofaschistischen Kleinpartei, später wechselte sie zu Silvio Berlusconis Partei Forza Italia. Heute gehört sie der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega an. Schon vor ihrer Zeit in der Politik arbeitete Mussolini als Model, Schauspielerin und Sängerin. Auch im italienischen Fernsehen sammelte sie bereits Erfahrung: 2020 nahm sie an der Tanzshow "Ballando con le stelle", dem italienischen Pendant zu "Let's Dance", teil und erreichte dort den dritten Platz.
Alessandra Mussolini ist die Tochter von Romano Mussolini, dem jüngsten Sohn Benito Mussolinis, und Maria Scicolone, der Schwester von Filmikone Sophia Loren. Auch international sorgte die Politikerin immer wieder für Kontroversen. Von ihrem Großvater Benito Mussolini wollte sie sich nie öffentlich distanzieren. Zudem fiel sie in der Vergangenheit mit homophoben Aussagen in einer Talkshow auf. Später unterstützte sie allerdings ein Gesetzesvorhaben, das homophobe Gewalt in Italien härter bestrafen sollte.