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"Meine Haut wurde gelb"Nach Blackout-Tattoo versagte MGKs Körper

11.06.2026, 12:30 Uhr
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Musste leiden, um schön schwarz zu sein: Machine Gun Kelly. (Foto: Getty Images for Universal Music)

Für einen Neuanfang lässt Machine Gun Kelly Anfang 2024 fast seinen gesamten Oberkörper schwarz tätowieren. Nun berichtet der Musiker, welche drastischen körperlichen Folgen der Eingriff hatte.

Machine Gun Kelly hat seinen Körper innerhalb weniger Wochen drastisch verändert - und dabei offenbar erhebliche gesundheitliche Probleme in Kauf genommen. Der Musiker, der inzwischen meist nur noch als mgk auftritt, berichtet nun offen über die Folgen seines großflächigen Blackout-Tattoos, das er im Februar 2024 präsentierte. Es färbt nahezu seinen gesamten Oberkörper schwarz ein.

Im Gespräch mit "Billboard Canada" erklärt der 36-Jährige, dass die radikale Veränderung weit mehr als eine kosmetische Entscheidung gewesen sei. Vor dem nächsten kreativen Kapitel habe er das Bedürfnis verspürt, auch äußerlich einen Neuanfang zu wagen. "Ich suchte nach einer Veränderung, die nicht nur eine Klangwelle ist", sagt er. "Es musste etwas Physisches sein."

Auslöser sei eine Phase gewesen, in der er sich selbst kaum noch erkannt habe. Über Jahre hinweg hatten sich immer mehr Tätowierungen auf seinem Körper angesammelt - Erinnerungen an unterschiedliche Lebensabschnitte, die für ihn zunehmend belastend wurden. "Ich wurde tätowiert und wieder übertätowiert. Manche Designs erinnerten mich an Dinge, an die ich mich nicht erinnern wollte - oder nicht erinnern konnte", erzählt der Musiker. "Manchmal erkannte ich mich selbst auf Fotos nicht." Beim Blick auf seinen Körper habe er nur noch ein Durcheinander verschiedener Lebensphasen wahrgenommen. Der Wendepunkt sei schließlich eine Frage gewesen, die er sich selbst stellte: "Wer zum Teufel bin ich?"

Seine Antwort fiel radikal aus. Er entschied sich für ein sogenanntes Blackout-Tattoo, bei dem große Hautflächen vollständig schwarz überstochen werden. Die alten Tätowierungen hätten für ihn zu viele gegensätzliche Erinnerungen transportiert. "Ich sah Tod und Drogen in all diesen Mustern, die ich auf meinen Körper geschrieben habe", erklärt er. "Es gab glückliche Tattoos, traurige Tattoos, heilige Tattoos, höllische Tattoos. Es war, als würde meine Bipolarität von meiner Haut schreien." Mit dem Blackout-Tattoo habe er dieses Kapitel bewusst abschließen und sich selbst neu definieren wollen.

"Als neuer Mensch herausgekommen"

Eigentlich sollte die Umsetzung des Projekts rund zwei Jahre dauern. Die beauftragte Tattoo-Künstlerin, die auf großflächige Cover-ups spezialisiert ist, hatte einen entsprechend langen Zeitplan vorgesehen. mgk entschied sich jedoch für einen deutlich extremeren Weg. Statt zwischen den Sitzungen ausreichend Zeit zur Heilung einzuplanen, ließ er sich nach eigenen Angaben täglich tätowieren und komprimierte den gesamten Prozess auf nur zwei Monate. "Ich sagte einfach: Wir haben zwei Monate", erinnert er sich.

Die körperlichen Folgen ließen nicht lange auf sich warten. Bereits nach etwa einer Woche habe sein Körper massiv auf die Belastung reagiert. "Meine Haut wurde gelb, ich konnte nicht schlafen und bestimmte Teile meines Oberkörpers konnte ich nicht mehr bewegen", berichtet der Musiker. Besonders im Bereich der Lymphknoten habe er starke Beschwerden entwickelt. Trotz der Symptome zog er das Vorhaben durch.

Rückblickend betrachtet mgk die schmerzhafte Prozedur als eine Art Selbstprüfung. Für ihn sei das Tattoo-Projekt weniger ein ästhetischer Eingriff als vielmehr ein persönlicher Transformationsprozess gewesen. Er habe die Herausforderung bewusst angenommen, um sich körperlich und mental neu auszurichten. Am Ende sei er "auf der anderen Seite als neuer Mensch herausgekommen". Und weiter: "Ich kam extrem inspiriert heraus - nicht nur wegen dem, was ich getan habe, sondern wegen dem, was ich überstehen musste."

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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