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Preis beim Hamburger Filmfest "Niemand ist bei den Kälbern" gewinnt

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In der Romanverfilmung "Niemand ist bei den Kälbern" geht es um eine Frau, die mit dem Leben auf dem ostdeutschen Land hadert.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Das Hamburger Filmfest zeichnet die besten deutschen Filme aus. In diesem Jahr gewinnt Sabrina Sarabi mit ihrem Film "Niemand ist bei den Kälbern" den Preis für die beste deutsche Kinoproduktion. Aber auch andere Filme wie "Lingui" und "Schlaflos in Portugal" werden ausgezeichnet.

Der Film "Niemand ist bei den Kälbern" von Sabrina Sarabi ist auf dem Hamburger Filmfest als beste deutsche Kinoproduktion ausgezeichnet worden. Den mit 25.000 Euro dotierten Produzentenpreis gewann dementsprechend Produzent Jonas Weydemann, wie die Kulturbehörde in Hamburg mitteilte. Die Produktion sei ein "ebenso eigenwilliger wie schonungsloser Film", sagte die Jury zur Begründung.

In der Romanverfilmung "Niemand ist bei den Kälbern" geht es um eine Frau, die mit dem Leben auf dem ostdeutschen Land hadert. "Wie das Leben seiner Protagonistin hinterlässt uns der Film in schwelender Unsicherheit und fordert uns heraus. Regisseurin Sabrina Sarabi und Hauptdarstellerin Saskia Rosendahl funktionieren hier in einer fast beängstigenden Symbiose, der man trotz aller Widrigkeiten beinahe widerstandslos in den Abgrund folgen möchte."

Hamburger Produzentenpreis geht an "Lingui"

Der ebenfalls mit 25.000 Euro dotierte Hamburger Produzentenpreis für die beste internationale Kino-Koproduktion ging an die deutsche Produzentin Melanie Andernach für den Film "Lingui" von Mahamat-Saleh Haroun. Der Film zeige eine Welt, in der die Solidarität unter Frauen Bewegung nach vorne bringe und Mut mache, hieß die Begründung der Jury. In "Lingui" geht es um eine Frau im Tschad, die aus alten Reifen dekorative Brennöfen für das Überleben macht und deren 15 Jahre alte Tochter nach einer Vergewaltigung schwanger ist.

Als beste deutsche Fernsehproduktion wurde "Schlaflos in Portugal" mit Ulrike Tscharre und Oliver Mommsen ausgezeichnet. Die Jury: "Der Film in der genauen Inszenierung von Florian Froschmayer lotet das weite Feld der Liebe auf überraschende, tiefgründige und lebenskluge Weise aus. Zudem ist er dank der brillanten, schlagfertigen Dialoge und des immer wieder überraschenden Drehbuchs von Sathyan Ramesh extrem unterhaltsam." Produzent des Films ist Jürgen Schuster. Auch dieser Produzentenpreis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Die Serie "Warten auf'n Bus" mit Ronald Zehrfeld und Felix Kramer hat den mit 5000 Euro dotierten Sonderpreis für serielle Formate erhalten - "weil die Serie so pur daherkommt, als würde man durch ein Brennglas Menschen beim Menscheln beobachten". Produzenten sind Ulf Israel und Reik Möller.

Quelle: ntv.de, cls/dpa

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