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"Es ist einfach peinlich"Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit taucht über tausend Mal in Epstein-Akten auf

31.01.2026, 14:30 Uhr
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Mette-Marit ist mit ihrem Mann Haakon von Norwegen seit 2001 verheiratet. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Die Freigabe von Millionen weiterer Dokumente zum Fall Epstein bringt diverse Prominente in Bedrängnis. Unter ihnen ist auch Mette-Marit. Sie reagiert umgehend mit einer ungewöhnlichen Stellungnahme.

Wenige Tage vor dem Prozessauftakt gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby sieht sich Kronprinzessin Mette-Marit mit unangenehmen Enthüllungen aus ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Das US-Justizministerium hat am Freitag umfangreiche Dokumente aus den Epstein-Ermittlungen freigegeben - und ihr Name taucht darin über tausend Mal auf, wie die norwegische Zeitung "VG" berichtet.

Die Ehefrau von Norwegens Kronprinz Haakon reagierte mit einer ungewöhnlich offenen Stellungnahme. "Ich habe schlechtes Urteilsvermögen bewiesen und bereue, dass ich überhaupt Kontakt zu Epstein hatte. Es ist einfach peinlich", erklärte sie gegenüber "VG". Gleichzeitig betonte sie: "Jeffrey Epstein ist selbst für seine Handlungen verantwortlich. Ich muss die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich Epsteins Hintergrund nicht besser überprüft habe."

Die Dokumente zeichnen ein detailliertes Bild der damaligen Verbindung. Demnach verbrachte Mette-Marit im Januar 2013 gemeinsam mit einer Freundin vier Tage in Epsteins Anwesen in Palm Beach, Florida. Der norwegische Hof bestätigte den Aufenthalt. Die luxuriöse Immobilie mit sechs Schlafzimmern wurde in Gerichtsunterlagen als einer der Orte genannt, an denen Epstein sexuelle Übergriffe begangen haben soll, wie "CNN" berichtete.

Aus den freigegebenen E-Mails und Textnachrichten geht hervor, dass Epstein der Kronprinzessin einen Zahnarzttermin in den USA vermittelte. Der Hof stellte allerdings klar: Eine Zahnaufhellung, wie in einer Mail erwähnt, habe nicht stattgefunden - lediglich eine Zahnarztempfehlung sei ausgesprochen worden. Die Korrespondenz zeigt zudem, dass beide Weihnachtsgrüße austauschten und über Bücher diskutierten.

Kontakt bereits früher eingeräumt

Dass Mette-Marit Kontakt zu Epstein pflegte, war bereits seit 2019 bekannt. Damals hatte die norwegische Zeitung "Dagens Næringsliv" über die Verbindung berichtet. Die Kronprinzessin erklärte seinerzeit in einer Stellungnahme, sie hätte "niemals etwas mit Epstein zu tun gehabt", wenn sie von der Schwere seiner Verbrechen gewusst hätte. Epstein war 2008 wegen Bezahlung sexueller Dienste einer Minderjährigen verurteilt worden und hatte knapp 13 Monate im Gefängnis verbracht. Die Treffen zwischen ihm und Mette-Marit fanden zwischen 2011 und 2013 statt - also nach seiner Verurteilung.

Der Hof gab an, die Kronprinzessin habe den Kontakt später im Jahr 2013 abgebrochen, als sie das Gefühl bekam, Epstein wolle die Verbindung zu ihr für eigene Zwecke nutzen. In ihrer aktuellen Stellungnahme drückte sie ihr "tiefes Mitgefühl und Solidarität mit den Opfern" aus.

Quelle: ntv.de, rog/spot

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