Unterhaltung

"Dschungelcamp" – Halbfinale "Nutten, Koks und frische Erdbeeren"

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(Foto: MG RTL D)

Tina schwant es, MaMa wird als Arschloch beschimpft und Jenny wird zur Drohne. Gehen muss der charmante Nuschelkopf. Frage: Wie stehen die Aktien für Tinas Fernsehshow? Und wie kommen wir kurzfristig an frische Erdbeeren?

"Ach, Tina weißt du, ich kann auch nicht mehr", schnauft Sonnengesichtchen Jenny mimimi-mäßig und versinkt im Selbstmitleid. Der "Schlafmangel" mache ihr zu schaffen, "die Kälte in den Knochen", dazu die fiese "Blasenentzündung." Im herbstlich anmutenden Gehege klagen sich die Camp-Veteranen gegenseitig ihr Leid.

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Dschungelprüfung am Tag 15: David und Jenny geben in der "Sonderfüll-Deponie" alles.

(Foto: MG RTL D / Stefan Menne)

Es ist Halbfinale, da wird man auf den letzten Metern ja wohl nicht schlappmachen. Außerdem hat sich die Jenny von "einer Schwester von ..." zu einer "Schwester, die jeder haben will" gemausert. Zusatz-Benefit: Diesem "gewissen Schatten" ist sie ebenfalls entflohen. Ein Bonmot für Jennys Zukunft hat Tina auch parat: "Vielleicht machst du mal Werbung für Extensions." Dass die jungen Leute so jammern, kann Tina schwer nachvollziehen.

Dabei ist es verdammt unerquicklich, wenn man, wie Tina, "nicht mehr kann". In ihrer Schwermütigkeit appelliert die "59-Jährige" an die Zuschauer: "Ich gehe auf keine Schatzsuche mehr, ich ziehe auch meinen Badeanzug nicht mehr an! Ich mache hier nichts mehr!"

Die Sache mit dem Arschloch

Derweil hat es eine Mörderspinne auf den zu diesem Zeitpunkt noch im Camp verweilenden Mangiapane abgesehen. Bedauerlicherweise schafft die Trichternetzspinne nicht den Weg in MaMas Buxe. Wieder in Freiheit wird der schillernde Theatraliker von seinem kurzhosigen Hubert in die Arme genommen.

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Definitiv kein Arschloch - Matthias Mangiapane

(Foto: MG RTL D / Stefan Menne)

Erst mal ein Rokoko-Gläschen Schampus in den durstenden Rachen und sich tätscheln lassen. Alles top, alles high five - wäre da nicht die böse Jenny-Mutter, Iris, die "als Einzigste" was gegen den Matthias hat und ihn auf ihrer Facebook-Seite sogar "Arschloch" nennt. Für den "Shitstorm", den die biestige Verunglimpferin losgetreten hat, will der Hubert ihr aber noch "ans Bein pissen." MaMa könnte kinskimäßig 'ne Welle in Australien machen: 'Du nennst mich Arschloch? Du nicht! Leck mich doch am Arsch!'

Doch zurück ins Camp, wo die vier Verbliebenen langsam begreifen, dass sie die vier Verbliebenen sind. Teerschnittchen Daniele ist ganz glückstrunken und auch Tina freut sich "ganz ganz doll" über ihren vierten Platz. "Aber morgen ist wirklich Ende Banane!"

Gleichwohl ist der Dschungel aber auch eine tolle Möglichkeit, "in dieser Medienbranche nochmal 'Hallo' zu sagen." Tina träumt ein bisschen davon, in eine "Fernsehsendung zu kommen" - am besten gleich in ihre eigene. Den vorzüglichen Titel ihrer Show liefert der Rohdiamant natürlich ganz nebenbei selbst: "Nutten, Koks und frische Erdbeeren."

"Ischschnokaydschenni aberschnstinktschhhonganzschön"

Doch auch im Halbfinale will das Abendessen erwirtschaftet werden. Jenny und Nuschler David treten zur Walter-Freiwald-Gedächtnisprüfung an. Es geht auf die "Sonderfüll-Deponie", wo der Eskimo-Callboy in einen Trichter verfrachtet wird und sich von Jenny mit bestialisch stinkenden Gedärmen überschütten lassen muss. Problem: Die Eingeweide befinden sich in verschlossenen Fässern. Die Schlüssel liegen in mit kreuchendem Getier befüllten Löchern, in die Jenny blind reingreifen muss. Es ist ein unerträgliches "Kopfkino" - als hielte sie das Patschehändchen in den "Mund der Wahrheit", schwupp: abgebissen.

Doch die Angst weicht dem Kampfgeist, Jenny lässt die verdorbene Moppelkotze eimerweise auf David niederprasseln wie einen kalten Herbstschauer. Dabei behält der Mann im Lady Gaga-Fleischfummel stets seine gute Laune und gibt der schnaufenden kleinen Arbeitsdrohne vom Feeling her ein gutes Gefühl: "Ischschnokaydschenni aberschschnnstinktschhhonganzschön." Die beiden Malocher miefen nach der Prüfung zwar wie ein Wiedehopf, aber für zwei Sterne hat sich die Sauerei definitiv gelohnt.

"So eine Kacke"

Obwohl Daniele, dessen Lache immer mehr klingt, als hätte man ein ausgewildertes Meerschwein mit einem besoffenen Kakadu gekreuzt, zu gern noch einmal "son Alpaka-Schwein" essen würde, gibt es zum Dinner for four leckere Wurst.

Kalt ist der Abendhauch an diesem letzten Tag vor dem Finale und so rücken die fröstelnden verlausten Menschlein enger zusammen. Man darf jetzt von der Krone träumen, sie ist zum Greifen nah. Jenny hat "noch nie was gewonnen", Danieles erste Amtshandlung als königliche Durchlaucht wäre der Wiener Opernball und Tina, die die Krone nicht möchte, schwant etwas: "Ich habe so langsam das Gefühl, Sie verstehen mich nicht", sagt sie kopfschüttelnd zum Zuschauer, "rufen Sie für jeden von den anderen an! Ich verrate Ihnen meine Nummer nicht mehr."

Gehen muss an Tag 15 der charmante Nuschelkopf David. Somit sind im Finale Jenny, Daniele und - Tina. Darauf die Überrumpelte: "So eine Kacke."

Quelle: n-tv.de

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