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Wegen sexueller Nötigung Oscar-Gewinner Haggis festgenommen

Der kanadische Regisseur und Oscar-Preisträger Paul Haggis bestreitet alle Vorwürfe.

Der kanadische Regisseur und Oscar-Preisträger Paul Haggis bestreitet alle Vorwürfe.

(Foto: picture alliance / Photoshot)

Er soll eine junge Frau derart verletzt haben, dass sie medizinisch behandelt werden musste: Der Regisseur Paul Haggis ist in Italien festgenommen worden. Bereits im Zuge des Weinstein-Skandals hatten mehrere Frauen den 69-Jährigen des sexuellen Missbrauchs beschuldigt.

Der kanadische Regisseur und Oscar-Preisträger Paul Haggis ist Medienberichten zufolge in Italien wegen des Verdachts der schweren sexuellen Nötigung festgenommen worden. Wie die Nachrichtenagenturen Ansa und AGI unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft von Brindisi meldeten, soll der 69-Jährige dabei eine "junge ausländische Frau" so verletzt haben, dass sie medizinische Hilfe brauchte.

Haggis selbst bestreitet die Vorwürfe. Er ließ den Berichten zufolge über seinen italienischen Anwalt Michele Laforgia erklären, er sei "vollkommen unschuldig". Er befand sich in Italien wegen eines Filmfestivals. Es ist nicht das erste Mal, dass derartig schwere Anschuldigungen gegen Haggis erhoben werden. Schon im Zuge der #MeToo-Bewegung warfen ihm mehrere Frauen sexuelle Übergriffe und Missbrauch vor. Auch diese Vorwürfe hat der Kanadier alle von sich gewiesen.

Als Kopf hinter zahlreichen Blockbustern in Hollywood startete Haggis 2004 durch. Er verfasste damals das Drehbuch des vierfachen Oscar-Abräumers "Million Dollar Baby" von und mit Clint Eastwood. Im selben Jahr erhielt er für seinen Film "L.A. Crash", bei dem er Regie führte und ebenfalls das Skript verfasste, selbst zwei Goldjungen. Auch für den Neustart der "James Bond"-Reihe mit Daniel Craig, "Casino Royale" sowie dessen Nachfolger "Ein Quantum Trost", steuerte er das Drehbuch bei. Bekannt wurde er auch durch seinen offenen Bruch mit Scientology.

Quelle: ntv.de, ysc/AFP/spot

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