Tränen bei PrivataudienzPapst empfängt Heino wegen Hunderter Kirchenkonzerte

Heino lässt es gerne am Ballermann krachen. In den Vatikan wird der Schlagerstar vor einer Woche jedoch aus anderen Gründen eingeladen. Dabei wird es offenbar ziemlich emotional.
Eine Privataudienz bei Papst Leo XIV. hat Schlägersänger Heino zu Tränen gerührt. "Er hat bei der Segnung geweint", sagte sein Manager Helmut Werner, der bei der Audienz dabei war. Papst Leo habe ein Fürbittgebet für Heino gesprochen. Das Treffen in den heiligen Hallen des Vatikans habe vor einer Woche stattgefunden. Das Kirchenoberhaupt habe Heino in seiner Privatbibliothek im Apostolischen Palast auf Deutsch begrüßt, die Konversation sei auf Englisch erfolgt. "Ich habe übersetzt", sagte Werner. Papst Leo habe bei dem etwa 15-minütigen Treffen auf die verbindende Kraft der Musik verwiesen.
Der "Bild"-Zeitung schilderte Heino seine Gefühle nach dem Aufeinandertreffen: "Die Begegnung mit Papst Leo XIV. hat mich tief bewegt und bedeutet mir unendlich viel." Es sei "eine Sternstunde meines Lebens" gewesen. Den Pontifex bezeichnete er als "das freundliche Gesicht der Kirche und ein Mann des Friedens".
Als Gastgeschenk habe Heino dem Papst eine Goldene Schallplatte überreicht, die er in Österreich für eine CD mit Kirchenliedern bekommen habe, so Werner weiter. Der Papst hat sich laut dem Manager mit einem gesegneten Rosenkranz für den Besuch bedankt.
In einem Brief an den Heiligen Vater habe Heino zuvor auf seine mehr als 250 Kirchenkonzerte und auf den Urgroßvater verwiesen, der im Kölner Dom die Orgel gespielt habe, so Werner, der den Brief verfasst hatte. Darin schilderte er Heinos innigen Wunsch, das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche einmal persönlich kennenzulernen. Die Antwort aus dem Vatikan erreichte den Sänger kurz vor Weihnachten - und sorgte für einen emotionalen Moment. "Als ich die Einladung einen Tag vor Heiligabend bekam, sind mir die Tränen gekommen", erinnerte sich Heino im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung.
Das Gespräch mit Papst Leo habe auch persönliche Züge angenommen. Heino öffnete sich gegenüber dem Papst und sprach über den Verlust seiner geliebten Frau Hannelore. Sein Glaube habe ihm in dieser schweren Zeit Kraft gegeben, vertraute er dem Kirchenoberhaupt an. Dass seine Hannelore diesen historischen Moment nicht mehr miterleben konnte, erfülle ihn mit Wehmut, sagte der Schlagerstar laut Bericht. Doch er sei sich sicher: "Sie hat ganz sicher von oben zugeschaut." Heinos Ehefrau Hannelore Kramm war am 8. November 2023 in Kitzbühel verstorben.
Der 87-jährige Heino lebt in Kitzbühel. Ungeachtet seines Alters startet er im Februar zu einer neuen Tournee, die ihn in 80 Städte führt. Außerdem hat Heino laut Management einen außergewöhnlichen Vertrag bis zu seinem 100. Geburtstag im Jahr 2038 mit der Großraumdiskothek Bierkönig am Ballermann auf Mallorca.