"Platz in der Gesellschaft"Patrice Aminati kämpft gegen Krebs-Stigma

Patrice Aminati plädiert für einen offeneren Umgang mit Krebs. Erkrankte sollten von der Gesellschaft nicht ausgegrenzt werden. Die Designerin hat diesbezüglich selbst schlechte Erfahrungen machen müssen.
Rund drei Jahre nach ihrer Diagnose schwarzer Hautkrebs geht Patrice Aminati weiterhin offen mit ihrer Krankheit um. Im Interview mit dem Magazin "Bunte" spricht die 30-Jährige nun über das Ende ihrer Ehe mit TV-Moderator Daniel Aminati, aber auch über das Recht krebskranker Menschen auf ein vollständiges Leben.
Den Kern ihres Unmuts bringt Aminati dabei unmissverständlich auf den Punkt: "Krebskranke werden oft stigmatisiert, die bekommen kurz Mitleid und dann sollen sie sich bitte aus der Öffentlichkeit rausnehmen." Tatsächlich wurde sie selbst in den sozialen Medien in den vergangenen Jahren immer wieder angefeindet. Ihre Botschaft ist deshalb umso deutlicher: "Wir Krebskranke haben einen Platz in der Gesellschaft. Wir sind Eltern, wir sind Liebende, wir dürfen Hobbys haben und wir dürfen uns auch herausputzen."
Deshalb wollte sie auch die Trennung von Daniel Aminati nicht hinter verschlossenen Türen verarbeiten. Im Dezember 2025 machte sie das Ehe-Aus auf Instagram öffentlich. "Wünsche und Träume scheitern oft an der Realität", lauteten die einleitenden Worte ihrer Story, in der sie erklärte, dass sie sich bereits im September von ihrem Ehemann getrennt hatte.
"Leben ist nicht nur Strandurlaub"
Heute erklärt Aminati ihre Entscheidung, damals bewusst offen über die Trennung zu sprechen, so: "Ich möchte nicht nur die Sternstunden zeigen, sondern auch ganz ehrlich sagen, wie das Leben ist. Leben ist nicht nur Strandurlaub, es ist auch Krebserkrankung. Leben ist nicht nur frisch verliebt sein, sondern es ist auch leider Trennung."
Für die gemeinsame Tochter Charly Malika (3) wollen beide auch weiterhin als Eltern zusammenhalten. "Das Kind ist das Allerwichtigste. Sie ist selbstbewusst, sie ist glücklich, sie wird geliebt. Von Mama, Papa, Oma, Opa", erklärt die Designerin dem Magazin. "Da bin ich ganz hoffnungsvoll, dass wir als liebende Eltern immer die Kleine in den Fokus stellen."
Bereits Ende September zog Patrice Aminati mit ihrer Tochter zu den Eltern. "Ich war absolut darauf angewiesen. Ich lag wochenlang im Krankenhaus, habe viele Immuntherapien bekommen", erzählt sie. "Meine Mama hat uns bekocht, mein Papa hat mich jeden Tag in die Uniklinik gefahren." Ihr Fazit fällt eindeutig aus: "Familie ist das Größte und Wichtigste."