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Nebenbuhlerin seiner Mutter Harry nennt Camilla "Bösewicht"

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Auch auf ihre Rolle geht Prinz Harry ein: Königsgemahlin Camilla.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

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Ob in seiner Biografie oder in mehreren TV-Interviews - Prinz Harry scheint bei seinem Rundumschlag nichts und niemanden auszulassen. Auch Königsgemahlin Camilla nicht. Was er über sie im CBS-Gespräch zu sagen hatte, dürfte seinem Vater Charles III. kaum gefallen.

Vor der offiziellen Veröffentlichung seiner Biografie "Spare" (deutscher Titel: "Reserve") am heutigen Dienstag bezog Prinz Harry auch in mehreren Interviews zu seiner Entfremdung von der britischen Königsfamilie Stellung. Im Gespräch mit CBS-Journalist Anderson Cooper ging er dabei auch auf Königsgemahlin Camilla, die Frau seines Vaters und heutigen Monarchen Charles III., ein.

Harry erinnerte dabei an ein Interview aus dem Jahr 1995, in dem seine Mutter, Prinzessin Diana, Camilla als die "dritte Person in ihrer Ehe" bezeichnet hatte. Dies habe die heutige Ehefrau seines Vaters damals in einen "Bösewicht" ("Villain") verwandelt, so der 38-Jährige.

"Die Notwendigkeit für Camilla, ihr Image zu rehabilitieren, machte sie gefährlich, weil sie Verbindungen zur britischen Presse knüpfte", erklärte er weiter. "Und es gab auf beiden Seiten eine offene Bereitschaft zum Austausch von Informationen. Und mit einer Familie, die auf Hierarchie aufgebaut ist, und mit ihr, auf dem Weg zur Königsgemahlin, wird es Leute oder Leichen auf der Straße geben, weil das so ist."

Diana und Charles waren offiziell von 1981 bis 1996 verheiratet. Ihre Trennung gaben sie Ende 1992 bekannt. Diana starb 1997 bei einem Autounfall in Paris.

"Sie muss eine Hexe sein"

Camilla ist seit 2005 die Ehefrau von Charles. Wie Harrys Biografie, deren Inhalt bereits vor der offiziellen Veröffentlichung bekannt wurde, außerdem zu entnehmen ist, sollen er und sein Bruder, Prinz William, Charles angefleht haben, sie nicht zu heiraten. Erst kurz vor der Hochzeit hätten sie ihr Okay gegeben.

In der CBS-Sendung "60 Minutes" berichtete Harry auch vom angeblichen Misstrauen der königlichen Familie gegenüber seiner Frau Meghan, das dadurch ausgelöst worden sei, dass sie "Amerikanerin, Schauspielerin, geschieden und schwarz" ist. Ironisch fügte er hinzu: "Sie muss eine Hexe sein."

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Interviewer Cooper erwiderte daraufhin, das klinge für ihn nach "Game of Thrones ohne Drachen". Harry antwortete: "Ich schaue 'Game of Thrones' nicht, aber es gibt definitiv Drachen - und das ist wieder die dritte Partei, die britische Presse."

Neben dem Interview mit CBS wurde am Sonntagabend auch ein Gespräch des britischen Senders ITV mit Harry ausgestrahlt, das an diesem Montag ebenfalls von RTL und ntv gesendet wurde. Überdies führte der US-Sender ABC mit Harry ein Interview, das am Montag in voller Länge veröffentlicht werden sollte.

(Dieser Artikel wurde am Montag, 09. Januar 2023 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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