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Streit um Ruine am Rhein Prinz von Preußen verliert Prozess um Burg

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Die Burg Rheinfels war seit dem 19. Jahrhundert im Besitz des Hauses Hohenzollern.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers kämpft um die Burg Rheinfels. Der Prinz von Preußen fordert den einstigen Besitz der Hohenzollern-Familie zurück. Ein Gericht entscheidet jetzt: Vorerst wird daraus nichts.

Der Chef des Hauses Hohenzollern hat den Koblenzer Prozess um die Burg Rheinfels verloren. "Die Klage wird abgewiesen", sagte der Vorsitzende Richter Christian Stumm im Landgericht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Berufung kann eingelegt werden.

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Georg Friedrich Prinz von Preußen forderte den einstigen Familienbesitz zurück.

(Foto: imago images / PPE)

Georg Friedrich Prinz von Preußen hatte den einstigen Familienbesitz hoch über St. Goar am Rhein zurückgefordert. Bereits in der mündlichen Verhandlung im Mai bezweifelte das Landgericht den Besitzanspruch des Prinzen, der damals nicht anwesend war. Der in Potsdam lebende Prinz von Preußen ist der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers.

Der Prinz von Preußen hatte das Land Rheinland-Pfalz, die Stadt St. Goar und das Burghotel verklagt. Die Burg Rheinfels war seit dem 19. Jahrhundert im Besitz des Hauses Hohenzollern. 1924 wurde die Stadt St. Goar Eigentümerin, mit der Auflage, das Gemäuer nicht zu verkaufen. 1998 schloss sie mit dem Hotel neben der Burgruine einen Erbpachtvertrag für 99 Jahre - mit der Option auf eine ebenso lange Verlängerung. Der Hohenzollern-Chef argumentierte, dieser Vertrag komme einem Verkauf gleich - der eigentlich untersagt sei.

Das Gericht urteilte, die Burgruine sei nach dem Untergang des Kaiserreichs als "gebundenes Sondervermögen" und somit nicht als Privatvermögen der Hohenzollern-Familie an die damalige preußische Krongutsverwaltung gegangen. Nur diese habe damit bei der Übertragung der Burg Rheinfels auf die Stadt St. Goar ein Rücktrittsrecht bei Verstößen gegen den Denkmalschutz oder einem Verkauf bekommen, um die Ruine als Kulturdenkmal zu erhalten. Damit hätte die Burg nicht wieder in die Hände der Hohenzollern-Familie, sondern allenfalls in das Eigentum des preußischen Staats fallen können. Dessen Rechtsnachfolger ist in diesem Fall das Land Rheinland-Pfalz.

Quelle: n-tv.de, aeh/dpa

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