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Mit blauem Auge auf SendungPrügelopfer Baumgarten moderiert wieder

25.04.2017, 13:44 Uhr
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Hatte viel Glück im Unglück: Hinnerk Baumgarten. (Foto: dpa)

Gerade mal eine Woche ist vergangen, seit NDR-Moderator Hinnerk Baumgarten auf Mallorca brutal zusammengeschlagen wurde. Doch am Montagabend wagte er sich schon wieder vor die Kamera - von der Attacke noch immer schwer gezeichnet.

Fernsehmoderator Hinnerk Baumgarten hat eine Woche nach der brutalen Prügelattacke gegen ihn auf Mallorca erstmals wieder die Sendung "DAS!" im Norddeutschen Rundfunk (NDR) moderiert. Zu Beginn am Montagabend erklärte er mit deutlich sichtbarem blauen Auge im Gespräch mit Moderatorin Inka Schneider, er sei dankbar für die viele Unterstützung, die er erhalten habe. Das habe auch damit zu tun, dass es um das Thema Zivilcourage und Erste Hilfe gegangen sei.

Baumgarten hatte am Ostermontag auf der Ferieninsel nach eigenen Angaben einen Wildpinkler im Bereich des Strandabschnitts, der als "Ballermann" bekannt ist, ermahnt. Darauf sei er von dem Mann und dessen Begleitung bewusstlos geschlagen worden. "Die haben mir einfach ins Gesicht getreten, das volle Programm", schilderte der 49-Jährige den brutalen Übergriff. Baumgarten kam mit Gesichts- und Kieferverletzungen in ein Krankenhaus. Gleichwohl hatte er wohl jede Menge Glück im Unglück. "Da hätte so viel mehr passieren können", ist er sich sicher.

Marine ermittelt intern

Auf die Frage, ob er es noch einmal tun würde, erklärte Baumgarten gleichwohl: "Selbstverständlich." Es gehe ja nicht um Falschparken, sondern darum, dass jemand in einem Urlaubsland mitten in Palma de Mallorca als deutscher Gast auf den Strand pinkele. Der Moderator zeigte sich entsetzt über die Aggressivität des Wildpinklers, aber auch angetan von der Hilfsbereitschaft der Umstehenden.

Auch Schauspielerin Hannelore Hoger, die in der Sendung zu Gast war, zeigte sich betroffen von der Brutalität des Angreifers. "Ins Gesicht zu treten, finde ich nicht so komisch", sagte sie.

Zu der Tat hat sich inzwischen ein Marinesoldat aus Flensburg bekannt. Er behauptet, so stark alkoholisiert gewesen zu sein, dass er sich kaum an die Geschehnisse erinnern könne. Die Marine leitete interne Ermittlungen ein. "Noch wird geprüft, ob der Fall wegen Verdachts einer Straftat an die Staatsanwaltschaft abzugeben ist", hieß es am Wochenende.

Quelle: vpr/dpa

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