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"Scham" für Rassismus-Mitschuld Reynolds und Lively spenden 200.000 Dollar

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Wollen ihre Kinder besser aufklären: Ryan Reynolds und Blake Lively.

(Foto: imago/PA Images)

Ryan Reynolds und Blake Lively nutzen die eskalierende Rassismus-Debatte in den USA, um ihre eigenes Handeln und Leben zu überdenken: Das Hollywood-Paar spendet nicht nur eine hohe Summe an eine Bürgerrechtsorganisation, sondern verspricht auch mehr Engagement in der Zukunft.

Das Schauspielerpaar Ryan Reynolds und Blake Lively spendet 200.000 Dollar an die amerikanische Bürgerrechtsorganisation NAACP (National Assiociation for the Advancement of Colored People). Auf Instagram teilten die beiden einen Text, der ihre eigenen Privilegien als weiße Menschen in den USA aufzeigt. Die Spende und der Text folgen den heftigen Protesten in den Vereinigten Staaten, die ausgebrochen sind, als mit George Floyd erneut ein Afroamerikaner nach einer Festnahme ums Leben kam.

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"Wir müssen unsere Kinder nicht darauf vorbereiten, was passieren könnte, wenn sie im Auto kontrolliert werden. Wir wissen nicht, wie es sich anfühlt, das jeden Tag zu erleben. Wir können die Angst und die Wut nicht nachvollziehen. Wir schämen uns dafür, wie wir es zulassen konnten, so wenig über die tiefe Verwurzelung des systemischen Rassismus zu wissen", heißt es in dem Text, der auf beiden Profilen zu lesen ist. Sie selbst wollen ihren Kindern "alles darüber" beibringen - besonders über ihre Mitschuld. "Wir reden über unsere Voreingenommenheit, unsere Blindheit und unsere Fehler." Ihre Kinder sollten anderen niemals Schaden zufügen.

Zudem schwören die Schauspieler in ihrem Post, sich auch weiterhin mit dem Thema auseinanderzusetzen, sich weiterzubilden und an sämtlichen Lokalwahlen teilzunehmen: "Wir wollen die Positionen von Schul-Vorstandsmitgliedern, Sheriffs, Bürgermeistern und Ratsmitgliedern kennen." Vor allem aber wollen sie dem Post nach "unser Privileg und unsere Plattform nutzen, um Verbündete zu sein und eine Rolle bei der Schmerzlinderung für so viele Menschen zu spielen, die das Gefühl haben, (...) im Stich gelassen worden zu sein".

Das seit 2012 verheiratete Ehepaar hat bereits im März eine Million US-Dollar an Feeding America und Food Banks Canada gespendet, sowie 400.000 Dollar an von der Corona-Pandemie besonders schwer betroffene Krankenhäuser in New York. Sie haben drei kleine Töchter.

Quelle: ntv.de, lri/spot