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Drei Jahre daheim geblieben Robbie Williams litt unter Angststörung

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Wer Robbie Williams heute auf der Bühne sieht, kann kaum glauben, dass er lange unter Platzangst litt.

(Foto: imago images / MediaPunch)

Eigentlich wirkt Robbie Williams auf der Bühne immer, als könnte er kein Wässerchen trüben. In einem Interview erzählt der Musiker jetzt aber, dass er wegen einer extremen Phobie jahrelang das Haus nicht verlassen konnte. Und er verrät auch, was ihm geholfen hat.

Robbie Williams ist einer der größten europäischen Popstars und Entertainer. Tritt der Brite auf, merkt man ihm nicht an, dass er jahrelang an einer extremen Phobie litt. In einem Interview mit der Zeitung "Sun" erzählt der 45-Jährige jetzt, wie es ihm damals erging und was ihm geholfen hat.

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"Ich litt ungefähr zwischen 2006 und 2009 an Agoraphobie", erklärt Williams. Bei der Agoraphobie, auch als Platzangst bekannt, lösen bestimmte Orte und Situationen wie weite Plätze oder Menschengedränge bei den Betroffenen Angst aus. Sie vermeiden die auslösenden Situationen und können im Extremfall nicht einmal mehr die eigene Wohnung verlassen. So auch Williams. Einen Kaschmir-Kaftan tragen, Kettle-Chips essen, seinen Bart wachsen lassen und daheim bleiben sei alles gewesen, was er während dieser Zeit getan habe.

Millionen-Deal ausgeschlagen

Es habe sogar so schlimm um ihn gestanden, dass er einen Mega-Deal ausgeschlagen habe. "Ich erinnere mich daran, dass sie mir 15 Millionen Pfund geboten haben, um Simon Cowell bei 'American Idol' abzulösen, und dazu noch einen großen Gig in den Staaten, aber ich habe das Angebot ausgeschlagen, weil ich zu der Zeit mein Sofa nicht verlassen wollte. Ich konnte einfach nicht."

Den Wendepunkt erreichte er schließlich, als er im Radio den Song "Human" von den Killers hörte, erinnert sich Williams. Mithilfe eines Therapeuten kämpfte er sich langsam ins öffentliche Leben zurück. Was ihn allerdings richtig zurückkatapultierte, war die Reunion mit seinen ehemaligen Kollegen von Take That. "Ich musste wieder lernen, ein Entertainer zu sein. Es war kein leichter Prozess - es war wie einen Autounfall gehabt zu haben und dann wieder das Laufen lernen zu müssen", erklärt Williams. "Hätte ich mich nicht wieder Take That angeschlossen ... ich wüsste nicht, ob ich überhaupt zurückgekommen wäre."

Take That gründeten sich 1989 in Manchester und gehörten in den Neunzigern zu den erfolgreichsten Boybands weltweit. Robbie Williams stieg 1995 aus, ein Jahr später gab die Band ihre Trennung bekannt. Für verzweifelte Fans mussten damals sogar Seelsorge-Hotlines eingerichtet werden. Ihre Wiedervereinigung feierten Take That 2005 zunächst zu viert, ohne Williams. Trotzdem war ihre Comeback-Tournee innerhalb von 30 Minuten ausverkauft. 2010 dann kehrte auch Williams für ein Album und eine Tour zur Band zurück.

Quelle: n-tv.de, nan/spot

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