Unterhaltung

Zoff um Wahlkampf-Musik Rolling Stones wollen Trump verklagen

133407979.jpg

Die Rolling Stones sind nicht bereit, Trumps Politik mit ihrer Musik zu unterstützen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Schon 2016 versuchten die Rolling Stones, Donald Trump von der Nutzung ihrer Songs abzuhalten. Doch auf seinen Wahlkampfveranstaltungen läuft nach wie vor die Musik der Band. Jetzt wollen sie "weitere Schritte" ergreifen, um dem Ganzen ein Ende zu setzen.

Die Rolling Stones legen sich mit US-Präsident Donald Trump an: Die legendäre Rockband hat angekündigt, Trump zu verklagen, sollte dieser im Wahlkampf noch einmal auf ihren Kultsong "You Can't Always Get What You Want" aus dem Jahr 1969 zurückgreifen. Laut einem Bericht der US-Website "Deadline" beauftragte die britische Band die Urheberrechtsgesellschaft BMI damit, Unterlassungsaufforderungen gegen Trump durchzusetzen.

Sollte Trump diese ignorieren und bei Veranstaltungen weiterhin nicht lizenzierte Musik abspielen, drohen ihm "weitere Schritte", heißt es in einer Mitteilung von BMI. Das Juristen-Team der Stones arbeitet mit der BMI zusammen". Trump sei demnach bereits über den Sachverhalt informiert. Broadcast Music Incorporated, kurz BMI, ist eine Gesellschaft für Urheberrechte in den USA. Sie kann die Verwendung der Songs auch dem Präsidenten untersagen.

Schon 2016 gab es Ärger wegen Trump

Die Rolling Stones versuchen bereits seit 2016, Trump von der Nutzung ihrer Songs abzuhalten. Schon im Vorwahlkampf der Republikaner zur Präsidentschaftswahl 2016 machte der Immobilien-Mogul zur Verärgerung der Band Stimmung mit "You Can't Always Get What You Want". Das Lied aus der Feder von Frontmann Mick Jagger und Gitarrist Keith Richards gehört aus Sicht des Magazins "Rolling Stone" zu den 500 besten Songs aller Zeiten.

Mehr zum Thema

Die Rolling Stones sind nicht die einzigen prominenten Künstler, die sich mit dem US-Präsidenten über die Nutzung ihrer Musik streiten. Erst kürzlich protestierte die Familie des verstorbenen Sängers Tom Petty gegen Trumps Verwendung von "I Won't Back Down" bei seinem umstrittenen Wahlkampfauftritt in Tulsa. Auch Pop-Größen wie Pharrell Williams, Rihanna, Adele und Neil Young haben der Nutzung ihrer Musik durch Trump vehement widersprochen.

Anders verhält es sich etwa bei Kid Rock, Kanye West, Kiss-Bassist Gene Simmons, Aaron Carter oder Country-Sängerin Loretta Lynn - sie alle unterstützen den US-Präsidenten.

Quelle: ntv.de, can/spot/AFP