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"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" Schicksal von Christiane F. wird zur TV-Serie

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Das Buch "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" wurde 1981 bereits fürs Kino verfilmt.

(Foto: imago/United Archives)

Mit 14 Jahren geht sie auf den Kinderstrich, um ihren Heroinkonsum zu finanzieren, mit 15 hat sie in der Szene bereits alles erlebt. Die Geschichte von Christiane F. wurde millionenfach verkauft. Nun wird sie bald in einer Fernsehserie zu sehen sein.

Aus dem Bestseller "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" wird eine Fernsehserie. Das 1978 erschienene Buch von Kai Hermann und Horst Rieck über das Schicksal der drogenabhängigen Kinderprostituierten Christiane F. wurde millionenfach verkauft und gehörte an vielen Schulen zur Pflichtlektüre.

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Durch das Buch "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" wurde Christiane F. weltberühmt.

(Foto: dpa)

Nun verfilmt Constantin Television die berühmte Vorlage, Produzent ist Oliver Berben. Die Arbeit am Drehbuch hat bereits begonnen, wie die Filmproduktionsfirma mitteilte. Entstehen soll eine achtteilige Serie, wie Berben dem Magazin "Focus" mitteilt.

In dem Buch geht es um die authentische Geschichte einer 14-Jährigen, die mit 12 Jahren Haschisch rauchte und später auf den Kinderstrich ging. Damit finanzierte sie das Heroin, von dem sie abhängig war.

"Umfassend intensiv und schonungslos"

Die sogenannte Head-Autorin der Serie ist Annette Hess ("Ku'damm 56", "Weissensee"), die die Geschichte gemeinsam mit fünf Co-Autoren noch einmal angeht: "Das moderne serielle Erzählen bietet die Möglichkeit, Christianes Leben und das der anderen Kinder aus verschiedenen Perspektiven ohne Auslassungen und historisch genau abzubilden: umfassend intensiv und schonungslos", so die Drehbuchautorin.

Neben den Problemen der Jugendlichen mit Drogenabhängigkeit und Kriminalität werden auch die Sichtweisen der Eltern beleuchtet, die ihre Kinder alleine lassen. "Die Serie wird zum Sittenbild einer Zeit der Extreme, Süchte und des drohenden, linksextremen Terrors", so Annette Hess. "Es gibt deutliche Parallelen zum Heute. Die Jugend ist immer der Seismograf einer Gesellschaft."

Das biografische Buch "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" wurde 1978 vom "Stern" veröffentlicht. 1981 wurde die Geschichte bereits schon einmal unter dem gleichen Namen in Berlin verfilmt - damals fürs Kino. Der Regisseur war Uli Edel. Der Film lockte damals knapp fünf Millionen Zuschauer ins Kino.

Auch der Brite Mark Reeder erwähnt sie in seinem Buch "Lust & Sound in West-Berlin" und natürlich Alexander Hacke von den Einstürzenden Neubauten in "Krach: Verzerrte Erinnerungen" - sie war immerhin seine erste richtige Freundin.

Quelle: ntv.de, vck/dpa