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"Sex und perverse Fantasien"Christian Ulmens gestoppte Serie soll Parallelen zu Fernandes-Vorwürfen haben

14.04.2026, 20:44 Uhr
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Christian Ulmen hat sich zu den Vorwürfen seiner Ex-Ehefrau bislang nicht persönlich in der Öffentlichkeit geäußert. (Foto: picture alliance / Eventpress)

Collien Fernandes macht ihrem Ex-Mann Christian Ulmen schwere Vorwürfe. Inzwischen ist das Verfahren an die deutsche Justiz übergeben worden. Laut einem Bericht weisen die Motive einer Serie von Ulmen Ähnlichkeiten zu den realen Anschuldigungen auf.

In seinen Produktionen spiegelt Christian Ulmen oft die Realität wider und verwischt die Grenzen zwischen seinen Rollenfiguren und seinem Privatleben. Ein Bericht des "Zeit"-Magazins legt nun frappierende Ähnlichkeiten zwischen einer bislang unveröffentlichten Serie des Schauspielers und Regisseurs und den gegen ihn erhobenen Vorwürfen von seiner Ex-Frau Collien Fernandes nahe.

Die Produktion mit dem Arbeitstitel "The Au Pair", die im Herbst auf Mallorca gedreht wurde, war demnach ursprünglich für den Streamingdienst Joyn von ProSiebenSat.1 vorgesehen, die Ausstrahlung wurde allerdings bis auf Weiteres gestoppt. Eine Ausstrahlung ist dem Sender zufolge bis auf Weiteres nicht geplant.

Die künstlerische Verantwortung soll dem "Zeit"-Bericht zufolge weitgehend in seiner Hand liegen. Ulmen habe nicht nur die Drehbücher geschrieben, er habe auch die Regie übernommen, die Hauptrolle gespielt und die Verantwortung für den Schnitt getragen. Produziert wurde die Serie von der Firma Pyjama Pictures, die Ulmen selbst mitgegründet hat.

Nach Informationen der "Zeit", der sechs von acht Episodendrehbüchern vorliegen, beschreibt ein zentraler Handlungsstrang, wie eine Figur private Aufnahmen seiner Partnerin ohne deren Wissen in Sex-Chatgruppen veröffentlicht und sich an den Kommentaren anderer Männer berauscht. Laut Bericht geht es "ausgesprochen viel um Sex und perverse Fantasien".

Diese fiktive Erzählung weist Parallelen zu den Vorwürfen auf, die Collien Fernandes öffentlich erhoben hat. Sie wirft Ulmen vor, Ende 2024 die Erstellung falscher Social-Media-Profile gestanden zu haben, über die er in ihrem Namen kommuniziert und pornografisches Material versendet haben soll. Ulmens Rechtsbeistand Christian Schertz bezeichnete die Berichterstattung über diese Vorwürfe bereits als rechtswidrig und leitete juristische Schritte ein. Zu dem spezifischen Punkt der Fake-Profile äußerte sich die Kanzlei in einer Pressemitteilung Ende März jedoch nicht explizit.

Solidarität mit Collien Fernandes

Innerhalb der Filmbranche haben die Entwicklungen zu deutlichen Konsequenzen geführt: Die Firma Pyjama Pictures distanzierte sich öffentlich von Ulmen und bekundete Solidarität mit Collien Fernandes. Die Produktionsfirma schickte laut "Zeit" nach den Vorwürfen zudem eine Mail an Mitwirkende der Serie "The Au Pair", in der man seine Bestürzung äußerte. Zudem gebe es Bestrebungen, Ulmen als Gesellschafter aus dem Unternehmen auszuschließen.

Der Streamingdienst Joyn nahm die Erfolgsserie "Jerks" vollständig aus dem Angebot. Die Agentur Players führt Ulmen nicht mehr auf ihrer Liste der vertretenen Künstler. Ehemalige Weggefährten und Mitwirkende äußerten sich schockiert und solidarisierten sich mit Fernandes.

Das Verfahren, das ursprünglich in Palma de Mallorca aufgrund einer Anzeige von Fernandes wegen Identitätstäuschung und Beleidigung anhängig war, wurde inzwischen von Spanien an die deutschen Behörden abgegeben. Nach einer Zuständigkeitsprüfung liegt der Fall nun bei der Staatsanwaltschaft Potsdam. Christian Ulmen selbst hat sich zu den Vorwürfen seiner Ex-Ehefrau bislang nicht persönlich in der Öffentlichkeit geäußert. Für Ulmen gilt bis zu einem rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung.

Quelle: ntv.de, gut/spot

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