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"Wer wird Millionär?"Sexisten bei der "Emma": Jauch rettet arglose Grundschullehrerin

19.01.2026, 23:14 Uhr
imageVon Nina Jerzy
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Stephanie Schumacher beklagt erst die oft maue Lesekompetenz - und tappt dann in die Falle. (Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Der "Sexist Man Alive" lässt der Grundschullehrerin bei "Wer wird Millionär?" das Herz in die Hose rutschen. Jauch gibt den edlen Retter. Vor der "Dschungelcamp"-Zwangspause gehen die Kandidaten auf Risiko – etwa bei der Avocado im Eierlikör.

Wie ist es um die Lesekompetenz der Kandidaten bei "Wer wird Millionär?" bestellt? Gerade hatte Grundschullehrerin Stephanie Schumacher genau diese Schwachstelle bei Schülern beklagt, da wäre sie beinahe in dieselbe Falle getappt. Eigentlich hatte die zweifache Mutter ihren Absturz am Montagabend bereits besiegelt. "Ich sage A", legte sie sich auf die völlig falsche Antwort fest. Günther Jauch und die Regie gaben der Kandidatin allerdings eine zweite Chance.

Selbst mit ihrem Denkfehler hätte Schumacher falsch gelegen. Sie dachte, dass Jauch wissen wollte, welche Zeitschrift alljährlich den angeblich "Sexiest Man Alive" kürt. Die Kandidatin aus Seevetal südlich von Hamburg entschied sich gegen "Harper's Bazaar" oder "Emma" und tippte auf "Cosmopolitan". Richtig wäre hingegen das "People"-Magazin gewesen. Doch darum ging es gar nicht. Jauch erbarmte sich und erinnerte Schumacher an ihre Unterhaltung zur Lesekompetenz. Da las die Grundschullehrerin die Frage noch mal genau durch. "Oh Gott", stellte sie geschockt fest.

Jauch verhindert Absturz

Denn statt "Sexiest Man" stand da "Sexist Man". Somit war die Antwort klar: "Emma". "Det war richtig knapp", bilanzierte Jauch und gab zu: Er hatte die Frage extra vernuschelt. Schumacher fing sich trotz des Schreckens sofort wieder und wusste in der nächsten Runde, dass sich der Roman "Die Kathedrale der Zeit" Bestseller von Ken Follett um Stonehenge dreht. Damit war die Pädagogin zurück in der Spur und wurde zur Siegerin der letzten Ausgabe von "Wer wird Millionär?" vor der langen "Dschungelcamp"-Zwangspause.

Das Publikum half Schumacher bei der Erkenntnis, dass "Purple Rain" von Prince auch ein Film ist. Zwei Joker brauchte Schumacher anschließend zur Klärung des Umstands, dass der Name der Berliner Technologiemesse IFA nach "Internationale Funkausstellung" jetzt für "Innovation Für Alle" steht. Am Ende erspielte die Niedersächsin 64.000 Euro, die teils in die Renovierung ihres Hauses fließen werden.

Nachfolger Kai-Olaf Stehrenberg aus Hannover wählte anschließend wie Schumacher die Sicherheitsvariante mit drei Jokern. "Da gibt es einen neuen Trend anscheinend", stellte Jauch fest. Der Kollektor, der bei säumigen Zahlern Geld eintreibt, holte ohne große Probleme 32.000 Euro. Der Sänger hatte es 2024 bis in Runde drei von "Voice of Germany" geschafft und nimmt gerade ein Album auf. Nun kann er sich neben Studiomusikern auch ein Musikvideo leisten.

32.000 Euro holten auch die ersten beiden Kandidaten zu Beginn dieser Ausgabe von "Wer wird Millionär?" Überhangkandidat Uwe Schmitz aus Düsseldorf hatte die größten Schwierigkeiten bei der 8000-Euro-Frage, mit der er zurückkehrte. Jauch fragte: "Auf die Zahlenfolge 555 stößt man mit großer Wahrscheinlichkeit bei der Suche nach Deutschlands …?" Nach dem 50:50-Joker blieben "erfolgreichster Rapperin" und "älteste Autobahn" stehen. Schmitz zauderte dennoch.

Älteste Autobahn Deutschlands

"Die älteste Autobahn kann es eigentlich nicht sein", war der 61-Jährige, der im Autovertrieb arbeitet, überzeugt. Zum Glück überzeugte ihn eine Zuschauerin als Zusatzjoker eines Besseren. Sie war sicher: Gemeint war die Autobahn zwischen Bonn und Köln: "Die hat Adenauer gebaut." Tatsächlich wurde dieser Abschnitt 1932 von dem damaligen Kölner Oberbürgermeister eröffnet. "War teuer", stellte Jauch mit Blick auf die verbrauchten Joker fest.

Richtig Glück hatte Schmitz anschließend auch mit seinem Telefonjoker. Der behielt trotz einer komplizierten Frage den Durchblick. Für 16.000 Euro sollte er wissen: "Bei welchem Fußball-Wettbewerb wurden nur 28 der 51 Elfmeter verwandelt? A) Frauen-EM 2025, B) Männer-Bundesliga 2024/25, C) Männer-EM 2024, D) Frauen Bundesliga 2024/25?" Schmitz tendierte zur Frauen-Bundesliga. Doch als sein Telefonjoker sofort auf die Frauen-EM tippte, allerdings unsicher war, stellte sich für den 61-Jährigen die Frage: "Zocken oder gehen?"

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Einmal im Leben hier - Uwe Schmitz entschied sich fürs Zocken. (Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Er sitze nur einmal bei "Wer wird Millionär?", gab sich Schmitz einen Ruck und war eine Runde weiter. Die 32.000 Euro sicherte er sich dann mit noch mehr Wagemut. Jauch fragte: "Bei der Erfindung des Eierlikörs wandelte Eugen Verpoorten ein Rezept aus Brasilien ab und ersetzte welche Zutat durch Eigelb?" Zur Auswahl standen Papaya, Banane, Avocado, Mango. Da erinnerte sich Schmitz, dass seine Frau vor kurzem Eierlikör gekauft und auf dem Etikett "Advocat" oder "Advocaat" gestanden hatte.

Anstatt aber an das Wort für "Anwalt" zu denken, war der Düsseldorfer sofort bei der Avocado und loggte das kurzerhand ein. Jauch spannte ihn nicht auf die Folter und erklärte: Ja, Ureinwohner haben ein alkoholhaltiges Getränk auf Basis der Avocado hergestellt. "Hey, Alkoholtrinken lohnt sich. Sehr gut", freute sich der RTL-Moderator. "Da hat einer mit recht 32.000 Euro abgeräumt", verabschiedete er sich von Schmitz.

Zocken bei "Wer wird Millionär?"

Es folgte der dritte 32.000-Euro-Gewinner des Abends. Robert Dömlang aus Berlin ist Bierbrauer, kennt sich allerdings nicht mehr mit der klassischen Kaffeemaschine aus. Dass die und nicht etwa E-Autos über einen sogenannten Schwenkfilter verfügt, kostete den 35-Jährigen in der 2000-Euro-Runde gleich zwei seiner vier Joker. Auch er zeigte sich bei "Wer wird Millionär?" risikobereiter, als es die Kandidaten zuletzt gewesen waren.

"Man sitzt ja nur einmal hier – bisschen zocken kann man ja, oder?", gab sich Dömlang einen Ruck und vertraute in der entscheidenden 32.000-Euro-Runde seinem Zusatzjoker. Es ging um die Schreibweise des Nachnamens der "Ironic"-Sängerin Alanis: Morissette, Morrisette, Morrissete oder doch Morrissette? "Ich bin mir relativ sicher: Es ist A. 80 bis 85 Prozent, vorsichtig formuliert", sagte der Zuschauer, führte das allerdings nicht weiter aus. Dömlang reichte es dennoch und er sicherte sich seinen Gewinn.

Nach dem 32.000-Euro-Trio vervollständigte zum Ende der Sendung Peter Wachsmuth das Niedersachsen-Dreigestirn dieser Ausgabe von "Wer wird Millionär?" Der Softwareverkäufer aus Wedemark wurde von seinem Partner begleitet und wählte zur Freude von Jauch die Risikovariante. Wachsmuth kehrt in der nächsten Ausgabe mit der 4000-Euro-Frage und drei Jokern wieder. Er braucht jedoch Geduld. RTL zeigt bis 9. Februar montagabends erst einmal die 19. Staffel von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!"

Quelle: ntv.de

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