Panik-Attacke? Sharon Stone verlässt Wiener Opernball fluchtartig

Aus einem schillernden Abend beim Wiener Opernball wird für Sharon Stone offenbar ein Albtraum. Der Hollywoodstar soll eine Panik-Attacke erlitten haben und zurück ins Hotel geflüchtet sein. Den Rest des Festes verbrachte die 67-Jährige in einer Loge.
Es sollte der große Auftritt eines großen Stars werden. Doch Sharons Stones Teilnahme am Wiener Opernball war zunächst bereits vorbei, noch bevor er überhaupt beginnen konnte. Wie österreichische Medien übereinstimmend berichten, erlitt der Hollywoodstar offenbar eine Panik-Attacke und verließ die Veranstaltung direkt zu Beginn wieder. "Ich bin etwas überwältigt", sagte die US-Schauspielerin ("Basic Instinct") unter Tränen auf dem roten Teppich. "Es hat mir ehrlich gesagt den Atem geraubt", sagte sie dem Sender ORF. Unmittelbar darauf ging sie ins Hotel zurück. "Sie musste sich frisch machen", sagte ein Sprecher ihres Gastgebers, des Süßwaren-Unternehmers Karl Guschlbauer. Stone war am Arm Guschlbauers, auch als "Schaumrollenkönig" bekannt, zu dem Ball erschienen. Im Anschluss kehrte der Hollywoodstar zurück, nahm aber Berichten zufolge nur in ihrer Loge Platz.
Stone bemühte sich dennoch, den Ball zu würdigen. Sie sprach über das Gefühl von Einigkeit und kulturellem Stolz auf dem österreichischen Staatsball und sprach von einem "Meer an Eleganz". Sie erschien in einer Robe im Stil des Wiener Jugendstil-Malers Gustav Klimt, die der jüngst verstorbene Star-Designer Valentino für sie entworfen hatte.
Was löste die Panik-Attacke aus?
Es wurde vermutet, dass das rege Gedränge in der Staatsoper und die zahlreichen Menschen, die ein Bild mit ihr erhaschen wollten, zu viel für die Schauspielerin waren. Rund 5000 Personen tummelten sich für den festlichen Anlass in dem Gebäude. Den Berichten zufolge seien Stone nicht nur die Tränen gekommen, auch gezittert habe sie.
Ende Januar war bekannt gegeben worden, dass Stone den Wiener Opernball beehren wird. "Ihre Ausstrahlung, ihre Eleganz und ihr soziales Engagement passen perfekt zu unserer Marke und zu unserem Verständnis von Genusskultur", erklärte Guschlbauer damals in einer Mitteilung. "Der Opernball ist eine Veranstaltung von Weltruf und die Oper ein magischer Ort. Ich freue mich sehr darauf, in diese Welt eintauchen zu dürfen", gab Stone in einem Statement an.
Noch einen Star in der Hinterhand
In der Person von Fran Drescher hatte der Wiener Opernball einen weiteren US-amerikanischen Star vorzuweisen. Die Schauspielerin aus "Die Nanny" kam offenbar besser mit dem Andrang vor Ort zurecht, sie wurde freudestrahlend an ihrem Platz abgelichtet. Der TV-Publikumsliebling besuchte das Event in einem schwarzen Damen-Smoking mit Jackett und Rock und widersetzte sich so dem Dresscode, der ein bodenlanges Ballkleid für Damen vorschreibt. Drescher spielte jüngst im mehrfach oscar-nominierten Streifen "Marty Supreme" die Mutter des Hauptdarstellers Timothée Chalamet. Die Eröffnungszeremonie wurde mit viel Broadway-Flair konzipiert: So stand etwa die "Maria"-Arie und die Balkonszene aus Leonard Bernsteins Musical "West Side Story" auf dem Programm.
Unter den Gästen tummelten sich auch etliche bekannte Gesichter aus Deutschland, darunter Comedian Oliver Pocher mit Ex-Frau Alessandra Meyer-Wölden oder die Frontmänner von The BossHoss, Sascha Vollmer und Alec Völkel. Auch britischer Adel war vertreten, und zwar durch Lady Eliza Spencer und Lady Amelia Spencer - die 33-jährigen Zwillinge sind Nichten der 1997 tödlich verunglückten Prinzessin Diana.
Der Ball ist der gesellschaftliche Höhepunkt in Österreich. Eine Eintrittskarte kostet 410 Euro, die besten Logen sind für 26.000 Euro zu haben. Auch Essen und Trinken sind kostspielig. Für Würstel mit Semmel oder Gulaschsuppe waren jeweils 18 Euro zu bezahlen, für ein Glas Champagner waren 39 Euro fällig. Für die Sicherheit der Gäste, darunter Österreichs Staatsoberhaupt Alexander Van der Bellen, sorgten rund 400 zivile und uniformierte Beamte.