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"Keine guten Texte" Sido disst Mark Forsters Rapkünste

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Das Rappen sollte lieber Sido überlassen werden.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Ab nächster Woche sind Sido und Mark Forster als Juroren bei "The Voice of Germany" zu sehen. Privat sind die beiden Musiker befreundet - den Sieg gönnen sie einander aber "auf keinen Fall". Und auch wenn es um das Können seines Kollegen geht, nimmt Rapper Sido kein Blatt vor den Mund.

Sido und Mark Forster könnten wohl kaum unterschiedlicher sein. Na gut, sie eint die Musik, ihre Hipster-Bärte und Nerd-Brillen und der Juryjob in der neuen Staffel von "The Voice of Germany" (ab 12. September) - aber musikalisch betrachtet liegen der "Arschficksong"-Rapper und der "Flüsterton"-Popsänger meilenweit auseinander. Im gemeinsamen Interview mit dem "Stern"-Magazin kassiert Mark Forster nun ein hartes Urteil von Sido. Der kann mit den Songtexten seines Kollegen nämlich nichts anfangen.

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Sie sind die neue "The Voice"-Jury: Mark Forster, Rea Garvey, Sido und Alice Merton.

(Foto: picture alliance/dpa)

"The Voice of Germany" ist nicht das erste Zusammentreffen der beiden Künstler. Bereits vor mehreren Jahren kreuzten sich ihre Wege. Damals, so erzählen die beiden dem "Stern", habe Forster noch für Kurt Krömer gearbeitet. Sido sei als Showgast engagiert gewesen. Forster erinnert sich: "Ich habe Sido als Gast betreut und so zu ihm gesagt: 'Hallo, Herr Sido, was möchten Sie gern trinken?'" Sido, dessen bürgerlicher Name Paul Würdig lautet, kann sich daran allerdings nicht mehr erinnern.

"Keine guten Raptexte"

Das gemeinsame Lied "Einer dieser Steine" von 2013 hätte die beiden Künstler schließlich Jahre später zusammengebracht. Und zwar nachdem Sidos Frau, Charlotte Würdig, den Kontakt hergestellt habe, erzählt der Popsänger. Den Sieg bei "The Voice" gönnen sie einander "auf gar keinen Fall", sind sich die beiden einig. Freunde sind sie trotzdem. Was ihre Freundschaft heute ausmacht? Sie beiden hätten "ein Gespür für gute Songs", erklärt Sido. "Und es gibt in Deutschland nur wenige Künstler, die das haben."

Aber genau hier ist der Haken: Denn nur weil Forster und Sido ein ähnlich gutes Gespür haben, scheint dies noch lange nicht zu bedeuten, dass sie auch ein ähnlich großes Talent besitzen. Zumindest in Hinblick auf Deutschrap. Der "Mein Block"-Interpret ist sich sicher: Sein Jury-Kollege Forster möge vielleicht Raptexte schreiben können - "aber halt keine guten".

Und auch Forster, der bürgerlich Mark Cwiertnia heißt, zeigt sich diesbezüglich einsichtig. Er ist der Meinung, dass er das im Rap Gesagte keinesfalls authentisch verkörpern könne. Ob er dafür wohl einfach zu glatt und unpolitisch ist? Diese Beschreibungen weist der 35-Jährige im Interview von sich, er finde sie "ungerecht": "Nur weil ich mich nicht politisch äußere, heißt das ja nicht, dass ich unpolitisch bin."

Quelle: n-tv.de, lri/spot

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