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"Ich hätte Angst, in diesen Tagen einen Penis zu haben", sagt Stormy Daniels.
"Ich hätte Angst, in diesen Tagen einen Penis zu haben", sagt Stormy Daniels.(Foto: picture alliance/dpa)
Freitag, 12. Oktober 2018

"Ich hätte Angst": Stormy Daniels ist froh, kein Mann zu sein

Ihre angebliche Liaison mit dem jetzigen US-Präsidenten Donald Trump macht Stormy Daniels international bekannt und in gewisser Weise zu einem Aushängeschild für Frauenrechte. Der Pornostar ist vor dem Hintergrund aktueller Debatten aber froh über ihre Rolle.

Pornostar Stormy Daniels kann die Aussage von US-Präsident Donald Trump nachvollziehen, es sei eine "beängstigende Zeit für junge Männer in Amerika". "Das ist absolut wahr", sagte die 39-Jährige in Berlin. "Ich hätte Angst, in diesen Tagen einen Penis zu haben."

Mit Blick auf die Debatte über sexuelle Belästigung und Missbrauch habe es zwar eine Entwicklung in die richtige Richtung gegeben, sagte die US-Amerikanerin. Frauen werde zugehört und ihre Stimmen würden sehr ernst genommen. Nach ihrem Eindruck werde aber vergessen, dass jemand so lange unschuldig sei, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Mit diesem Satz hatte Trump den umstrittenen Juristen Brett Kavanaugh verteidigt, den er trotz Missbrauchsvorwürfen letztlich zum Richter am höchsten US-Gericht machte. Eine Frau wirft Kavanaugh gar versuchte Vergewaltigung vor, was er vehement bestreitet. Daniels sagte, sie beziehe ihre Aussage nicht auf Kavanaugh und wolle den Fall auch nicht kommentieren.

Daniels - die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt - hatte nach eigener Aussage 2006 Sex mit Trump. Trump wollte die Angelegenheit angeblich mit Schweigegeld aus der Öffentlichkeit heraushalten. Er bestreitet den Sex.

Daniels hat mittlerweile ein Buch mit pikanten Details über die Liaison in einem Hotelzimmer veröffentlicht. Auf die Frage, ob sie Trump gewählt habe, antwortete sie mit Nein. Sie sei gar nicht wählen gegangen, weil sie sich nicht zwischen den Kandidaten habe entscheiden können.

Quelle: n-tv.de