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Nach Erfolg auf der Berlinale "Systemsprenger" ist Oscar-Anwärter

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Mit "Systemsprenger" war Nora Fingscheidt bereits auf der Berlinale erfolgreich.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nora Fingscheidts Film "Systemsprenger" über ein Mädchen im Jugendhilfe-System geht ins Rennen um die Nominierung zum besten ausländischen Bewerber bei den Oscars. Damit setzt sie sich gegen eine Regisseurin durch, die bereits eine der goldenen Statuen gewonnen hat.

Der Film "Systemsprenger" von Regisseurin Nora Fingscheidt soll im kommenden Jahr für Deutschland den Auslands-Oscar holen. Der Spielfilm wurde in München als deutscher Kandidat für die Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film" gekürt. Dies gab German Films, die Auslands-Vertretung des deutschen Films, am frühen Abend bekannt. Die Oscar-Akademie wählt im Januar 2020 fünf der ausländischen Bewerber-Filme aus, die offiziell für den Oscar in der Auslands-Kategorie nominiert werden.

Der Film handelt von einer gewalttätigen Neunjährigen, die im Jugendhilfe-System von Unterkunft zu Unterkunft geschoben wird und nur zu ihrer Mutter zurück möchte. "Wir fühlen uns geehrt und sind dankbar, dass "Systemsprenger" als deutscher Beitrag ins Oscar-Rennen geht", sagte Fingscheidt in einer ersten Reaktion. Der Film sei gerade auf einer weltweiten Festivalreise. "Die überwältigenden Reaktionen des Publikums zeigen: Kino kann einen Dialog zwischen Kulturen herstellen, weil es ums Menschsein geht."

Sieben Filme standen auf der Bewerber-Liste für den deutschen Oscar-Kandidaten - darunter die Hape-Kerkeling-Biografie "Der Junge muss an die frische Luft" von Regisseurin Caroline Link sowie "Lara" von Jan-Ole Gerster. Link hat den Oscar bereits einmal gewonnen - 2003 für ihren Film "Nirgendwo in Afrika". Außer ihr schafften das für Deutschland nur Volker Schlöndorff mit "Die Blechtrommel" (1980) und Florian Henckel von Donnersmarck mit "Das Leben der Anderen" (2007).

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Quelle: n-tv.de, agr/dpa

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