Unterhaltung

"Wie vom Teufel besessen"Tom Kaulitz spricht über chronische Schmerzen

02.04.2026, 11:18 Uhr
00:00 / 03:05
Bambi-Verleihung-Bavaria-Film-Gelaende-Tom-Kaulitz-vor-der-Bambi-Verleihung-2025-in-den-Bavaria-Filmstudios
Leidet an wiederkehrenden Kopfschmerzen: Tom Kaulitz. (Foto: picture alliance/dpa)

Bei einem Anfall fühle es sich an, als würde sein Kopf explodieren, plaudert Tom Kaulitz aus: Der Tokio-Hotel-Musiker und Mann von Heidi Klum leidet an Clusterkopfschmerzen. Eine neurologische Erkrankung, die sehr schmerzhaft und unheilbar ist.

Wenn er zusammen mit seiner Frau Heidi Klum oder seinem Bruder Bill im Blitzlichtgewitter auftaucht, präsentiert sich Tom Kaulitz stets gut gelaunt. Doch der Tokio-Hotel-Gitarrist hat regelmäßig auch mit massiven gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen: Tom Kaulitz leidet seit Jahren an sogenannten Clusterkopfschmerzen.

Die Erkrankung wird aufgrund ihrer extremen Intensität oft auch martialisch als "Suizid-Kopfschmerz" bezeichnet. In der aktuellen Folge des Podcasts "Kaulitz Hills - Senf aus Hollywood" mit Zwillingsbruder Bill gibt der 36-Jährige nun ein Update zu seinem Gesundheitszustand. Nachdem er über ein Jahr lang weitestgehend beschwerdefrei gewesen sei, sei die Krankheit nun mit voller Wucht zurückgekehrt, verrät Tom Kaulitz.

Der Musiker schildert die aktuelle Situation als dramatisch und beschreibt die Schmerzen während eines Anfalls auf einer Skala von eins bis zehn als eine glatte Zehn. In diesen Momenten fühle er sich, als würde ihm der Kopf explodieren. In solchen Phasen würde er sich am liebsten den Kopf abhacken, äußert sich Tom Kaulitz drastisch. Die Attacken, die oft über eine Stunde andauerten, ließen ihn "wie vom Teufel besessen" aussehen und machten jegliche normale Tätigkeit unmöglich.

Bohrende Schmerzen

Obwohl die moderne Medizin verschiedene Ansätze bietet, gibt es für Clusterkopfschmerzen bis heute keine Heilung. Der Gitarrist greift in seiner aktuellen Hochphase zu einer Kombination aus Spritzen, Infusionen und speziellen Nasensprays, um die Schübe zu überstehen.

Doch selbst starke Medikamente bieten keine Garantie für Schmerzfreiheit, was Betroffene zusätzlich psychisch belastet. Er versuche, sich während einer Attacke abzulenken, verrät Tom Kaulitz. Dabei würden ihm paradoxerweise einfache Dinge wie Fernsehen oder ein Gespräch mit Bill helfen, die Situation zu meistern.

Die Medizin definiert Clusterkopfschmerzen als eine seltene, aber schwere neurologische Erkrankung, die durch einseitige, bohrende Schmerzen im Bereich der Augen oder Schläfen gekennzeichnet ist. Typisch für das Krankheitsbild sind die namensgebenden "Cluster" - Phasen, in denen die Schübe über Wochen oder Monate hinweg täglich auftreten können, oft begleitet von tränenden Augen oder einer verstopften Nase.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

PopmusikGesundheitMusik