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Mit 80 JahrenUS-Country-Ikone Dolly Parton gestorben

25.08.2026, 20:00 Uhr
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Die "Queen der Countrymusik" wurde mit Hits wie "Jolene" und der Ballade "I Will Always Love You" bekannt. (Foto: picture alliance / Amy Harris/Invision/AP)

Sie nannte sich selbst eine "Hinterwäldler-Barbie", ist aber eine der einflussreichsten Künstlerinnen der Popgeschichte gewesen: Dolly Parton hat die Countrymusik geprägt. Jetzt ist sie im Alter von 80 Jahren gestorben.

Die US-Countrysängerin Dolly Parton ist tot. Sie starb im Alter von 80 Jahren, wie ihre Familie mitteilte. In einem Video auf ihrer Instagram-Seite teilte die Familie mit: "Die Traurigkeit ist mit uns, aber nicht mit Dolly. Sie hat ihr Leben gelebt." Über die Todesursache ist zunächst nichts bekannt. Die "Queen der Countrymusik" wurde mit Hits wie "Jolene" und der Ballade "I Will Always Love You" bekannt, die in der Version von Whitney Houston zu einem der erfolgreichsten Hits aller Zeiten wurde.

Erst im Mai hatte Parton eine für September geplante Konzertreihe in Las Vegas aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Die Auftritte in der Casino-Stadt im US-Bundesstaat Nevada sollten schon im vorigen Jahr stattfinden. Auch damals hatte die Sängerin die Show bereits wegen einer Erkrankung auf 2026 verschoben. Ihr Immun- und ihr Verdauungssystem seien in den letzten Jahren aus dem Gleichgewicht geraten und sie leide an Nierensteinen, teilte der Star damals mit.

Auf seiner Plattform Truth Social bezeichnet US-Präsident Donald Trump den Tod von Parton als einen großen Verlust für Millionen von Menschen. "Es gab noch nie jemanden wie sie, und es wird auch nie wieder jemanden wie sie geben." Zu ihren Ehren werde er ab heute Abend 18.00 Uhr für eine Woche die amerikanische Flagge in den gesamten Vereinigten Staaten auf Halbmast setzen.

Geboren wurde Dolly Rebecca Parton am 19. Januar 1946 am Ufer des Little Pigeon River in Pittman Center im US-Bundesstaat Tennessee in einer kleinen Holzhütte. Die Eltern und ihre insgesamt zwölf Kinder lebten in Armut. In der Kirche und Zuhause wurde viel Musik gemacht und gesungen.

Dabei zeigte sich schnell das Talent von Parton. Schon mit zehn Jahren trat sie in örtlichen Fernseh- und Radioshows auf. Als Teenager Dolly sang sie in der berühmten "Grand Ole Opry"-Show in Nashville. Nach dem Schulabschluss 1964 zog Parton ganz nach Nashville und begann ein Leben als Songwriterin und Musikerin. Ihre erste Single schaffte es 1967 nur auf Platz 24 der Country-Charts. Doch der Titel sollte sie ein Leben lang verfolgen: "Dumb Blonde" (Dumme Blondine). "Irgendwie fasst mich das zusammen, aber: nur weil ich blond bin, bin ich nicht jedermanns Dummchen, glaubt nur nicht, dass ich dumm bin", sagte sie einmal rückblickend.

Es folgte das Album "Hello, I'm Dolly" - und dann Album auf Album, Song auf Song, Hit auf Hit. Zu den größten gehörten unter anderem "I Will Always Love You", das später auch Whitney Houston viel Erfolg einbrachte, sowie "Jolene" und "9 to 5". Zudem schrieb die vielfach ausgezeichnete Parton Bücher, arbeitete als Schauspielerin und engagierte sich sozial, vor allem in ihrer Heimatregion, wo auch ihr Vergnügungspark "Dollywood" jährlich Millionen Besucher anzieht. 

Das alles sei nur möglich, weil sie so hart arbeite, sagte Parton. "Ich will niemanden übertreffen außer mich selbst. Ich will so gut sein, wie ich kann und jeden Tag besser werden. Es ging nicht nur darum, reich zu werden, sondern auch erfolgreich in dem, was ich gerne mache." Ohne harte Arbeit hätten ihre Träume aber nicht wahr werden können. "Ich bin für alle ein Star - außer für mich selbst. Da bin ich einfach nur ein hart arbeitendes Mädchen. Ich sage immer, ich bin ein Arbeitspferd, das aussieht wie ein Zirkuspferd."

Anlässlich ihres Geburtstages Anfang des Jahres sagte Parton dem "People"-Magazin, eigentlich habe sie überhaupt keine Zeit dafür, älter zu werden. "Ich habe keine Zeit, mich damit aufzuhalten. Darüber denke ich nicht nach. Schaut euch an, was ich alles gemacht habe in 80 Jahren. Ich fühle mich, als ob ich gerade erst anfange."

Dabei war das vergangene Jahr kein einfaches für die Musikerin. Erst starb im März ihr Mann Carl Dean, mit dem sie rund 60 Jahre verheiratet gewesen war. Und dann mehrten sich bei Parton die gesundheitlichen Probleme. Sogar ihren Ehren-Oscar konnte sie sich im November nicht persönlich in Los Angeles abholen. Aber die Musikerin blieb bis zuletzt zuversichtlich.

Quelle: ntv.de, jki/AFP

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