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"Jetzt wird gefi***"Und was ist Ihr WM-Song 2026?

18.06.2026, 19:12 Uhr Foto-Volker-ProbstVon Volker Probst
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Gestatten: Margot Huber (KI-generiertes Bild). (Foto: Instagram / margothuber_musik)

Wem es gelingt, eine WM-Hymne zu kreieren, dem winken Ruhm, Geld und womöglich die ewige Liebe der Fans. Neben den offiziellen Songs schießen daher auch unzählige Lieder aus dem Boden, die gern auf den Fußball-Zug aufspringen würden. Und welcher ist Ihr Liebling?

Seit einer Woche wird gef..., Entschuldigung, wir meinen natürlich gekickt. Aber auch der simple Tausch eines Buchstabens ist natürlich eine Möglichkeit, um Aufmerksamkeit zu generieren und so womöglich den heiß ersehnten Aufstieg in die erste Liga der Fan-Hymnen bei der aktuellen Fußball-Weltmeisterschaft zu meistern. Doch dazu später mehr.

Nach den ersten Vorrundenspielen in sämtlichen Gruppen lässt sich hier und da schon erahnen, wohin die Reise für die insgesamt 48 Teams bei dem Turnier in Mexiko, Kanada und den USA gehen könnte. Und auch was die musikalische Begleitung der Veranstaltung angeht, lässt sich ein erstes Zwischenfazit ziehen. Nicht nur die FIFA beglückt uns mit der Dauerbeschallung ihrer offiziellen WM-Songs. Auch die TV-Sender haben sich überlegt, mit welchen Liedern sie die Bilder von Siegen und Niederlagen auf dem grünen Rasen passend untermalen können.

Das ist aber noch längst nicht alles. Daneben versuchen sich auch noch unzählige andere mehr oder weniger etablierte Künstlerinnen und Künstler daran, den alles überragenden Hit zu dem großen Fußball-Fest aus dem Hut zu zaubern. Kein Wunder: Wem das gelingt, dem winkt schließlich nicht nur ein langes Leben in den Kehlen singender Fans, sondern auch der eine oder andere Euro.

Na, vielleicht können wir an dieser Stelle ja zum Ruhm des einen oder anderen Beitrags ein klein wenig beitragen. Aber natürlich liegt es letztlich an Ihnen, bei welchem der musikalischen Ergüsse Sie womöglich steil gehen. Einen Anspruch auf Vollständigkeit kann diese Auswahl an diesjährigen WM-Songs freilich nicht erheben, dazu kursieren viel zu viele entsprechende Machwerke bei Youtube oder auf den Streaming-Portalen. Aber zumindest einen gewissen Querschnitt können wir bieten, um Ihnen die Antwort auf die Frage nach Ihrem ganz persönlichen WM-Song 2026 hoffentlich zu erleichtern.

Fangen wir mit den offiziellen Titeln an. Shakira hat nach ihrem Welthit "Waka Waka" zur WM 2010 in Südafrika quasi einen Freifahrtschein bei der FIFA. So liefert sie zusammen mit Burna Boy und "Dai Dai" auch 2026 das Lied, das mit dem Segen von allerhöchster Stelle aus allen Stadion-Lautsprechern quillt.

Aber Obacht! "Dai Dai" mag der offizielle FIFA-Song zur WM sein. Die offizielle Hymne aber ist er nicht. Die stammt vielmehr von Andrea Bocelli, David Guetta, Megan Thee Stallion und EJAE und hört auf den Namen "DNA".

Die FIFA wäre nicht die FIFA, wenn sie nicht um das finanzielle Potenzial wüsste, das in der musikalischen Turnier-Begleitung steckt. Daher hat sie in diesem Jahr neben Song und Hymne auch gleich noch ein ganzes offizielles Album zur WM aufgelegt. Aber der Weltverband ist bei Weitem nicht der einzige Akteur, der anlässlich der WM am großen musikalischen Rad drehen will. Auch die heimischen TV-Sender suchen traditionell nach der passenden Begleitmusik zu ihrer Berichterstattung. Nur die ARD hat das dieses Mal verpennt - sie hat bis dato keinen eigenen WM-Song präsentiert. Das ZDF hingegen hat seine Hausaufgaben gemacht und sich für "Kurz für immer" von Wincent Weiss entschieden, auch wenn das Lied schon ein knappes halbes Jahr alt ist und mit der Weltmeisterschaft bis dato eigentlich gar nichts zu tun hatte.

Anders sieht das bei "Heute Nacht" von Helene Fischer aus. Schließlich ist der Song erst pünktlich zur bevorstehenden WM-Eröffnung erschienen. Und sein Fanfaren-Sound weckt tatsächlich unmittelbar Fußball-Assoziationen. Dass sich Magenta TV das Lied für sein WM-Programm geschnappt hat, ergibt deshalb durchaus Sinn.

Aber sind wir hier tatsächlich auf der Suche nach dem Sinn? Nein, nicht wirklich. Also werfen wir doch auch noch mal einen Blick auf einige Veröffentlichungen, die sich mit mehr oder weniger Sinn und Verstand anschicken, die Song-Krone anlässlich der WM zu erobern. Die alten Haudegen von Culcha Candela etwa hatten die dufte Idee, den noch älteren Udo-Jürgens-Klassiker "Ich war noch niemals in New York" einfach nur in "New York" umzulackieren.

Auch die Bonner Jecken-Truppe Druckluft ist auf den Trichter gekommen, alten Wein noch einmal in neue Schläuche zu pressen. Aus ihrem Lied "Karnevalsmaus", das Anfang des Jahres jede Stunksitzung zum Beben brachte, wird so mal eben "Weltmeistermaus".

Auch aus der Retorte, wenngleich auf andere Art und Weise, stammt das Werk "We Are One (If You Can Pay)". Sein Schöpfer, der sich Demonflyingfox nennt, hat sowohl das Lied als auch den zugehörigen Videoclip mithilfe der Künstlichen Intelligenz erschaffen. Herausgekommen ist eine gnadenlose Abrechnung mit dem WM-Ausverkauf seitens der FIFA. Dass sich der Titel an den Song "We Are One (Ole Ola)" anlehnt, den Rapper Pitbull zur WM 2014 veröffentlichte, ist natürlich ebenfalls kein Zufall.

In das Horn der Kritik stößt auch der Youtuber Freshtorge. Sein Song heißt deshalb schon gleich mal "Wir fahren nicht nach Amerika".

Aditotoro und Paulomuc geben an dieser Stelle dagegen direkt Kontra. Sie träumen von einem "Wunder von New York".

Dass die Fußball-Weltmeisterschaft auch den Ballermann in Verzückung geraten lässt, dürfte niemand verwundern. Und weil Ikke Hüftgold immer weiß, welche Knöpfe er bei der Partymeute drücken muss, hat er sich seinen italienischen Musikerkollegen Pietro Basile gekrallt, um mit ihm - im jeweils passenden Trikot - ein "Bam Bam (den ganzen Sommer lang)" anzustimmen.

Grüße vom Ballermann sendet auch das Trio Luca-Dante Spadafora, Julian Sommer und André Schnura - ohne italienische Unterstützung. Deshalb heißt ihr Song auch schlicht "Wir sind die Deutschen".

Wo der Fußball ist, ist Matze Knop nicht weit. Aber vielleicht wäre er besser dabei geblieben, Franz Beckenbauer zu imitieren, als mit RamaDrama und "Nagelsmann" einen weiteren Song im Ballermann-Gewand zu präsentieren.

Und auch auf dieses Comeback hätten wir irgendwie ganz gern verzichtet. Oliver Pocher, der beim Sommermärchen 2006 mit "Schwarz und weiß" schon einmal seinen Hut in den Ring der WM-Songs geworfen hat, meldet sich 2026 erneut singend zurück. Das jedoch nicht allein. Stattdessen unterstützt er keinen Geringeren als Olaf, den Flipper bei einem Remix von dessen Titel "Weltklasse". Wie die beiden zusammen harmonieren, lässt sich bislang nur auf Instagram beobachten. Reicht aber auch, oder?

Jetzt sagen Sie nicht, dass Sie noch immer nicht wissen, was denn Ihr musikalisches WM-Highlight 2026 ist! Falls doch - einen hätten wir noch, um den Bogen zum Anfang dieses Textes zu schlagen. Das Lied stammt von einer gewissen Margot Huber und heißt tatsächlich - jetzt können wir es ja ausschreiben - "Jetzt wird gefickt". Glauben Sie nicht? Dann sehen Sie selbst - hier leider ebenfalls nur in einem Instagram-Ausschnitt. Das Video auf Youtube unterliegt einer Altersbeschränkung und kann nur dort angesehen werden.

Schon eine ziemlich spezielle Art von Humor und mutmaßlich nicht jedermanns Sache, um in WM-Stimmung zu geraten. Aber wir können zumindest ein klein wenig beruhigen. Auch dieses Video, dieser Song und sogar die Sängerin ist komplett der Künstlichen Intelligenz entsprungen. Keine Sorge also, dass Margot Huber womöglich demnächst mit ihrem Lied bei Florian Silbereisen auftritt. Dafür, dass der Song aber ganz sicher nicht viral gehen wird, können wir leider nicht garantieren.

Quelle: ntv.de

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