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Britney Spears kämpft weiter Vater bleibt Vormund - mit Einschränkung

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Spears' Vater scheiterte mit einem Antrag vor Gericht.

(Foto: imago images/APress)

Eine Investigativ-Doku über den Zustand von Britney Spears sorgt noch immer für Aufruhr. Die Sängerin versucht schon lange, sich juristisch gegen ihren Vater Jamie als Vormund zu wehren - bislang ohne Erfolg. Doch immerhin gibt es nun einen kleinen Lichtblick für sie.

Neueste Wendung in einem langwierigen Gerichtsstreit über Finanzen und Vormundschaft der US-Sängerin Britney Spears: Ein Richter hat bei einer gerichtlichen Anhörung in Los Angeles den Status quo bestätigt.

Wie unter anderem "The Guardian" meldet, bleiben ihr Vater, Jamie Spears, und die Verwaltungsfirma "Bessemer Trust" gemeinsam mit der Vormundschaft betraut. Jamie Spears' Anwälte wollten mit einem - nun abgelehnten - Antrag erreichen, dass er allein Angelegenheiten rund um das Vermögen des Popstars regeln kann.

Er freue sich darauf, weiterhin mit "Bessemer" und "im besten Interesse seiner Tochter" zusammenzuarbeiten, ließ er nun über seine Anwältin Vivian L. Thoreen verlauten. "Jamie Spears hat seine Aufgaben als einer der Konservatoren von Britney fleißig und professionell wahrgenommen und seine Liebe zu seiner Tochter und sein Engagement für ihren Schutz sind dem Gericht klar ersichtlich", fügte Thoreen hinzu.

Britney Spears' Anwälte versuchen hingegen, Jamie Spears komplett aus der Vormundschaft entfernen zu lassen. Sie soll "Angst" vor ihm haben und ihre "Karriere nicht fortführen" können, wenn er sie "kontrolliere", so die Argumentation. Sie wolle nicht mehr auftreten, solange ihr Vater ihr Vormund bleibe. Im November 2020 lehnte der Richter allerdings auch dies bereits ab, fügte aber "Bessemer Trust" als Mitvormund und Unternehmenstreuhänder hinzu.

"Framing Britney Spears" bringt einiges ins Rollen

Die Anhörung fand wenige Tage nach Erscheinen des Dokumentarfilms "Framing Britney Spears" statt. In dem von der "New York Times" veröffentlichten Streifen wird gezeigt, wie der Druck, von klein auf in der Öffentlichkeit zu stehen, zu dem berühmt-berüchtigten Zusammenbruch des Popstars im Jahr 2007 beitrug. Nur ein Jahr danach wurde eine bis heute höchst umstrittene Vormundschaft für sie angeordnet, für die Jamie Spears zuständig ist. Die 39-jährige Sängerin hat kaum mehr Rechte als ein Kind. Die Doku wirft Fragen über den Prozess auf, der die Gerichte dazu veranlasste, ihren Vater als Vormund einzusetzen. Außerdem werden die Motive von Spears' Team beleuchtet, die richterliche Anordnung aufrechtzuerhalten.

Nach dem großen Wirbel, den die Doku auslöste - zahlreiche Stars solidarisieren sich unter Anwedung des Hashtags #FreeBritney mit der Sängerin -, meldete sie sich am Mittwoch erstmals persönlich zu Wort. "Jeder Mensch hat seine Geschichte und seine Sichtweise auf die Geschichten anderer Menschen. Wir alle haben so viele verschiedene schöne Leben", schrieb Spears auf Twitter. "Denkt daran: Egal, was wir glauben, über das Leben einer Person zu wissen, es ist nichts im Vergleich zu der Person, die wirklich hinter der Kamera lebt."

Auch der Freund der Sängerin, Sam Asghari, äußerte erstmals öffentlich seine Meinung. Dem "People"-Magazin sagte er, er werde Britney Spears weiterhin dabei unterstützen, "ihren Träumen zu folgen und die Zukunft zu gestalten, die sie will und verdient". In einer Instagram-Story warf er Jamie Spears zudem vor, dass dieser versuche, seine Beziehung zu der 39-Jährigen zu kontrollieren. "Es ist wichtig, dass die Leute verstehen, dass ich null Respekt vor jemandem habe, der versucht, unsere Beziehung zu kontrollieren und ständig Hindernisse in unseren Weg wirft. Meiner Meinung nach ist Jamie Spears ein absolutes Arschloch."

Weitere Gerichtstermine wurden für den 17. März und den 27. April angesetzt.

Quelle: ntv.de, lri/spot

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