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Engelchen, Engelchen fliegt "Victoria's Secret"-Models verzaubern China

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Einfach himmlisch: Die "Victoria's Secret"-Models in Shanghai.

(Foto: AP)

Die Engel sind mal wieder ausgeflogen. Nach Shanghai. In der chinesischen Metropole fand die diesjährige Aufzeichnung der "Victoria's Secret"-Show statt. Auch wenn sich eigentlich alles um Unterwäsche drehen sollte - frei von Politik war das Ereignis nicht.

In Shanghai ist das wohl heißeste Laufsteg-Ereignis des Jahres über die Bühne gegangen: die "Victoria's Secret Fashion Show 2017". 55 Models präsentierten die neuesten Kreationen des legendären Unterwäschelabels bei der aufgezeichneten Show, die am 28. November beim US-Sender CBS ausgestrahlt wird. Es war das erste Mal, dass "Victoria's Secret" in China gastierte.

Den berüchtigten "Fantasy Bra" im Wert von rund zwei Millionen Dollar trug in diesem Jahr die Brasilianerin Lais Ribeiro. Zu den weiteren Models, die in Dessous über den Laufsteg schwebten, gehörten etwa Lily Aldridge, Alessandra Ambrosio, Taylor Hill, Elsa Hosk, Martha Hunt, Stella Maxwell, Sara Sampaio, Josephine Skriver, Romee Strijd, Candice Swanepoel und Jasmine Tookes. Auch Adriana Lima war in Shanghai mit von der Partie. Ihre Teilnahme stand bis vor Kurzem noch auf der Kippe - wegen "diplomatischer Probleme", wie es hieß.

Show ohne Gigi Hadid

Einige andere Models hatten da weniger Glück. So erhielten die Russinnen Irina Sharapova, Kate Grigorieva und Julia Belyakova sowie die Ukrainerin Dasha Khlystun kein Visum für die Volksrepublik. Ebenso musste ausgerechnet Superstar Gigi Hadid zu Hause bleiben. Der Grund: ein Keks in Buddha-Form.

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Schnäppchen: Der von Lais Ribeiro präsentierte "Champagne Nights Fantasy Bra" kostet "nur" zwei Millionen Dollar.

(Foto: AP)

Bella Hadid, die im Gegensatz zu ihrer Schwester zur Modelriege in Shanghai gehörte, hatte im Februar ein Video gepostet, auf dem Gigi den süßen Snack in die Kamera hält und die religiöse Figur dabei nachahmt. Das brachte der 22-Jährigen einen Shitstorm und Rassismus-Vorwürfe ein. Daraufhin wurde bekannt, dass Gigi Hadid nicht nach China reisen wird. Ob das Model selbst oder das Unterwäsche-Label diese Entscheidung traf, ist nicht bekannt.

Gigi Hadid schrieb auf ihrem Twitter-Account lediglich vage: "Ich bin so traurig, dass ich es dieses Jahr nicht nach China schaffen werde. Ich liebe meine VS-Familie und werde in Gedanken bei all meinen Mädels sein!" Sie könne die Ausstrahlung der Show kaum erwarten und freue sich darauf, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

Show ohne Katy Perry

Doch nicht nur Gigi Hadid galt in Shanghai offenbar als unerwünscht, sondern auch Katy Perry, die im Show-Programm der Unterwäsche-Präsentation auftreten sollte. Auch ihr wurde das Visum von den chinesischen Behörden verweigert. Perry hatte 2015 mit einem kontroversen Auftritt in der taiwanesischen Hauptstadt Tapei für Wirbel gesorgt. Die Sängerin performte dort in einem mit Sonnenblumen verzierten Glitzerkleid. Die Sonnenblume war ein Jahr zuvor das Symbol von Protesten gegen eine stärkere Annäherung der demokratischen Insel, die Peking als abtrünnig erachtet, an China. Zudem schwenkte Perry bei ihrem Auftritt eine taiwanesische Flagge.

Zu ersetzen war die 33-Jährige offenbar nicht mehr. So musste der frühere One Direction-Sänger Harry Styles während der Dessous-Show alleine auftreten. Zudem sorgten der R&B-Grammy-Gewinner Miguel ("Sky Walker"), Tony-Gewinner Leslie Odom Jr. ("Mord im Orient-Express") und die chinesische Sängerin Jane Zhang ("The Seventh Sense") für die musikalische Untermalung.

Quelle: n-tv.de, vpr/spot

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