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Ex-Filmmogul im Gefängnis Weinstein musste sich Herz-OP unterziehen

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Harvey Weinstein litt an einer Gefäßverstopfung.

(Foto: AP)

Schon während des Prozesses wegen sexueller Übergriffe auf Frauen macht Harvey Weinstein einen angeschlagenen Eindruck. Nun wird bekannt, dass der Ex-Filmproduzent am Herzen operiert werden musste. Aus dem OP-Saal ging es für ihn direkt ins Gefängnis.

Der wegen Sexualverbrechen verurteilte frühere Hollywood-Mogul Harvey Weinstein ist Medienberichten zufolge nach einer Herzoperation auf die Krankenstation eines New Yorker Gefängnisses verlegt worden. Dem 67-Jährigen sei bei dem Eingriff am Mittwoch wegen einer Gefäßverstopfung eine Gefäßstütze (Stent) eingesetzt worden, teilte Weinsteins Sprecher Juda Engelmayer mit. Die Operation sei erfolgreich gewesen.

Am Donnerstag sei der Ex-Filmproduzent dann in das Gefängnis Rikers Island gebracht worden, in dem er bis zur Verkündung seines Strafmaßes am 11. März bleiben soll. Weinstein war Ende Februar von einer New Yorker Jury wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung für schuldig befunden worden. Ihm drohen bis zu 29 Jahre Haft. 

Nach dem Schuldspruch war er allerdings nicht sofort in die berüchtigte New Yorker Haftanstalt, sondern wegen Schmerzen in der Brust und hohen Blutdrucks in ein Krankenhaus gebracht worden. In Los Angeles erwartet Weinstein ein weiterer Prozess wegen Sexualverbrechen.

Weinstein will Urteil anfechten

Mehr als 80 Frauen, darunter bekannte Schauspielerinnen, haben Weinstein sexuelle Belästigung und Gewalt vorgeworfen. Bei dem Verfahren in New York ging es aber nur um zwei Fälle: Weinstein wurde zur Last gelegt, 2006 einer Produktionsassistentin Oralsex aufgezwungen und 2013 eine Jungschauspielerin vergewaltigt zu haben.

Der 67-Jährige hat die Vorwürfe zurückgewiesen und von einvernehmlichen sexuellen Beziehungen gesprochen. Seine Anwälte kündigten nach dem Schuldspruch an, das Urteil anfechten zu wollen. Das Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Weinstein hatte im Herbst 2017 die weltweite #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Übergriffe und Gewalt gegen Frauen ausgelöst.

Quelle: ntv.de, jug/dpa/AFP

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