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Vip, Vip, Hurra! Wenn Frauen sich optisch neu definieren

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Melanie Müller bei der Leipziger Buchmesse 2015 und sechs Jahre später.

(Foto: Imago)

Melanie Müller hat ein neues Gesicht, ein Hollywood-Star sieht sich mit schweren Anschuldigungen konfrontiert und die Tochter des bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder ist jetzt Model. Hier kommt der Rückblick auf die Woche der Promis.

"Kinder, wie die Zeit vergeht!" Das kann man nicht nur sagen, weil - "Vip, Vip, Hurra!" - schon wieder Freitag ist, sondern auch, wenn man sich im Laufe der Jahre das Gesicht von Melanie Müller anschaut - jenes "schöne Ostmädchen" aus Sachsen, in deren Biografie es heißt, sie sei vom "pummeligen und flachbrüstigen Teenager" zu einem "Sexsymbol" geworden. Vom Entlein zum schönen Schwan. Die einen finden, über Geschmack lässt sich nicht streiten, die anderen, dass Schönheit ein dehnbarer Begriff ist.

Nun hat sich Melanie Müller, die Frau mit dem DDR-Sandmännchen-Tattoo auf ihrem Po, ihr Gesicht mit sogenannten Fillern neu modellieren lassen. Schließlich sei es ja heutzutage nichts Besonderes mehr nachzuhelfen, wo die Natur vermeintlich gepennt hat. Die meisten kennen die Blondine seit ihrer Teilnahme 2014 am "Dschungelcamp", welches sie durch ihre lustige, bodenständige Art sogar gewonnen hat.

Seitdem begleiten wir Müllers optischen Wandel. Die Haare wurden kürzer, die Lippen voluminöser, die Tattoos mehr. Tatsächlich aber ist die Geschäftsfrau, die sich am 30. Juli wegen Betruges vor Gericht verantworten muss, inzwischen kaum wieder zu erkennen. Am Ballermann hat sie sich behauptet und gilt im Showbusiness längst als alter Hase. Wenn man sich aber ihr Gesicht "mit den neu definierten Konturen" anschaut, das ungefähr so individuell wie ein Instagram-Filter aussieht, kann man kaum glauben, dass die einstige Porno-Darstellerin tatsächlich erst 33 Jahre alt ist.

Jolie, Maddox und "die gestohlenen Kinder"

Unglaublich auch die Schlagzeilen, die in dieser Woche über Angelina Jolie kursieren. Der Hollywood-Star wird mit schweren Anschuldigungen konfrontiert. Ging bei der Adoption ihres nunmehr 19 Jahre alten Sohnes Maddox wirklich alles mit rechten Dingen zu? Eine Dokumentation, in der es um Adoptionsbetrug in Kambodscha geht, wirft viele Fragen auf. "The Stolen Children" beleuchtet das Geschäft mit den vermeintlichen Waisenkindern. Jolie hatte ihren Sohn im Jahre 2002 adoptiert. Aber ist Maddox' Mutter wirklich verstorben? Ist es nicht zumindest merkwürdig, dass gegen Beteiligte der Vermittlungsagentur wegen des Verdachts des Kinderhandels ermittelt wurde? Und was hat es mit der Aussage eines Sozialarbeiters aus Kambodscha auf sich, der 2017 behauptete, persönlich in die Fälschung der Adoptionspapiere von Maddox involviert gewesen zu sein?

Kinder sind in dieser Woche auch Thema in unserem Wochenrückblick, auch wenn sie zum Teil noch gar nicht auf der Welt sind. So hat beispielsweise die hochschwangere Influencerin Yeliz Koc alle gemeinsamen Fotos mit dem werdenden Vater Jimi Blue Ochsenknecht auf Social Media gelöscht. Dies gibt natürlich Anlass zu Spekulationen: Haben sich die beiden kurz vor der Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes getrennt? Apropos Kinder: Nach wie vor zeigen viele Eltern, nicht nur Promis, stolz ihren Nachwuchs im Netz. Mit den Kleinen lässt sich eben lukrativ werben. Ein neuer Kinderwagen, ein schönes Fläschchen mit tollem Design, Marken-Spielzeug.

Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendeine Promi-Mama ihren Sprössling in die Kamera hält und alle Warnungen von Daten- und Jugendschützern ignoriert. Dass die Fotos oft auf zwielichtigen Portalen und in den Hinterstübchen des Internets landen, blendet man erfolgreich aus - genauso wie Michael Wendler, der offenbar noch ärgere Probleme hat, als er wahrhaben möchte. Nun ging diese Woche gegen den Mann, dem bis vor Kurzem alle Türen offenstanden und der im vergangenen Jahr noch auf einer großen Erfolgswelle surfte, sogar ein Haftbefehl raus. Der Grund: Schwurbel-Schatzi war zum wiederholten Male nicht zu einem Gerichtstermin erschienen. Der Ex-Schlagersänger selbst nannte den Strafbefehl: "Stimmungsmache".

Ärger für die Geissens, Glück für Gloria-Sophie

Ärger gab es in dieser Woche auch für die Geissens. Die Familie, die für ihren luxuriösen Lebensstil bekannt ist und den eigenen Reichtum seit Jahren zur Schau stellt, überspannte nun für viele TV-Fans den Bogen. Das Millionärspaar posierte in unmittelbarer Nähe des Flutkatastrophen-Gebietes vor seinem Privatjet. Viele Menschen brachte das Geprotze schlicht auf die Palme. Feingefühl ist eben etwas, das nicht jedem gegeben ist.

Und dann ist da auch noch die Tochter des bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Die 22-Jährige, die aus Söders erster Ehe stammt, startet als Model durch. Sowohl ihr berühmter Vater als auch Gloria-Sophie Burkandt, so der Name des Nachwuchsmodels, werden ständig auf diese Causa angesprochen - als müssten Politiker-Sprösslinge in die Fußstapfen der Eltern treten.

Den Vogel aber schießt in dieser Woche er ab: Harvey Weinstein erscheint wegen sexueller Übergriffe in einem Rollstuhl vor einem Gericht in Los Angeles und plädiert auf "nicht schuldig". Dem ehemaligen Filmproduzenten drohen weitere 104 Jahre Haft. Bereits im vergangenen Jahr wurde der einstige Hollywood-Mogul wegen sexueller Nötigung zu 23 Jahren Haft verurteilt. Späte Gerechtigkeit ist besser als gar keine. Bis zur nächsten Woche bei Vip, Vip Hurra!

Quelle: ntv.de

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