Unterhaltung

Netflix-Serie "Kleo" Wenn aus deutscher Geschichte Trash-TV wird

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Kleo (Jella Haase) ist auf Rachefeldzug.

(Foto: Netflix/Julia Terjung)

Die deutsche Netflix-Serie "Kleo" will vieles sein: Komödie, Agentengeschichte, Rache-Thriller und Drama. Unterm Strich ist sie aber nur ein kruder Mix ohne Charme und Inhalt. Schlechter kann deutsche Geschichte nicht erzählt werden.

Kleo (Jella Haase), die Titelheldin der gleichnamigen deutschen Netflix-Serie, arbeitet 1987 als Attentäterin beim Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Nach einem erfolgreichen Attentat in West-Berlin wird die junge Frau jedoch von ihren eigenen Leuten festgesetzt und inhaftiert. Erst im Zuge des Mauerfalls kommt Kleo 1990 wieder auf freien Fuß. Fortan befindet sie sich auf einem Rachefeldzug, um die Leute zu finden und zu töten, die sie verraten haben.

Was wie eine vielversprechende Ausgangssituation für eine spannende Serie klingt, verpufft schnell zu buntem Kaugummi-Trash-TV. Denn die Macher von "Kleo" sind weder an deutscher Geschichte interessiert noch an gutgeschriebenen Charakteren. Die DDR-Historie dient nur als Kulisse für einen kruden Mix aus schwarzer Pseudo-Komödie, Agenten-Story und Rache-Thriller, der weder Witz, noch Charme, noch Inhalt hat. "Kleo" ist ein Paradebeispiel dafür, wie man Geschichte nicht erzählt.

Eine ausführliche Kritik zu "Kleo" von Ronny Rüsch und Axel Max - jetzt in einer neuen Folge des ntv-Podcasts "Oscars & Himbeeren". Außerdem dabei: die HBO-Serie "House of the Dragon" und die Seefahrer-Serie "Sin Límites - Ohne Grenzen".

"Oscars & Himbeeren" - der ntv-Podcast - wo sich jeden Freitag alles rund um Streamingdienste wie Netflix, RTL+, Amazon Prime & Co. dreht.

"Oscars & Himbeeren"

Immer freitags präsentiert Ronny Rüsch "Oscars & Himbeeren", den ntv-Podcast rund ums Streamen. Informativ. Unterhaltsam. Kompakt. In der ntv-App, bei RTL+ Musik, Spotify und Apple Podcasts.

(Dieser Artikel wurde am Freitag, 26. August 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de

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