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Um Gottes Willen West präsentiert religiösen Wahlwerbespot

Es ist noch immer schwer zu glauben, aber Kanye West gehört tatsächlich zu den US-Präsidentschatskandidaten. Als solcher veröffentlicht er nun sein ersten Wahlwerbespot. Der Tenor: Mit reichlich Gebeten kann das Land noch gerettet werden.

Am Dienstag, den 3. November, wird in den USA gewählt und der Präsident für die kommenden vier Jahre bestimmt. Der Rapper Kanye West hat seine Kandidatur trotz offensichtlicher Chancenlosigkeit immer noch nicht beerdigt. Jetzt veröffentlichte der Ehemann von Kim Kardashian West auf seinen Social-Media-Kanälen sogar seinen ersten Wahlwerbespot.

Dort präsentiert sich der 43-Jährige in typischer US-Manier mit viel präsidialem Pathos vor der wehenden Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika. Seine Botschaft: Mit viel Glauben, Religion und Gebet kann das Schicksal der USA noch einmal zum Guten gewendet werden. "Durch das Gebet kann der Glaube wiederhergestellt werden", sagt West. Auch den Familienbund stellt er in den Fokus seiner Kampagne. Die Familien seien die Bausteine der gesamten Gesellschaft. "Wenn wir uns dem Glauben zuwenden, werden wir die von Gott beabsichtigte Art von Nation, von Menschen sein."

Religiosität ist dem Rapper offenbar auch bei seinem Running Mate wichtig. Aus diesem Grund entschied er sich Ende August dazu, mit einer Frau namens Michelle Tidball als Vize-Präsidentin ins Rennen zu gehen. Tidball ist auf der politischen Bühne ebenso wie West ein unbeschriebenes Blatt. Auf ihrer Homepage beschreibt sie sich als "Coach für Leben und Spiritualität". Zudem betreibt sie ein Online-Portal, das sich mit dem Studieren der Bibel beschäftigt.

Kim Kardashian denkt über Scheidung nach

Für seine Präsidentschaftskampagne investierte Kanye West bislang laut US-Medien rund sieben Millionen US-Dollar aus eigener Tasche. Nachdem er im Juli angekündigt hatte, für das Amt kandidieren zu wollen, zog er sich bis Ende August auf seine Ranch in Wyoming zurück. Auch massive Eheprobleme begleiteten die letzten Monate angeblich. Vor allem Ehefrau Kim Kardashian West soll sogar über eine Scheidung nachgedacht haben.

Zuvor griff West seine Frau öffentlich an und behauptete unter anderem, sie wolle ihn wegsperren lassen. Kardashian forderte anschließend öffentlich Verständnis für den unter einer bipolaren Störung leidenden Rapper. In den USA wird Wests Kandidatur überwiegend belächelt. Aufgrund der erst spät gestarteten Kampagne wird West nur in wenigen Bundesstaaten überhaupt auf den Wahlzetteln stehen.

Klaut West wichtige Wählerstimmen?

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Ihm werden überhaupt keine Chancen eingeräumt, gegen Donald Trump und seinen Herausforderer Joe Biden bestehen zu können. Manche Beobachter glauben aber, er könnte den Demokraten Biden um wichtige Stimmen von jüngeren Afroamerikanern bringen.

Diese Sorge wird dadurch bestärkt, dass West ein bekennender Fan des amtierenden Präsidenten Donald Trump ist. Zwar kandidiert er nicht wie Trump für die Republikanische Partei, sondern hat kürzlich die "Birthday Party" ins Leben gerufen. Aber seine Chancen auf einen Wahlsieg sind so lächerlich gering, dass Kritiker befürchten, bei seiner Kampagne handele es sich lediglich um einen Fake, um Biden zu schikanieren. Teilweise wird sogar vermutet, er werde von Trump dafür bezahlt.

Quelle: ntv.de, lri/spot