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Viele Fragen, einige Antworten Wie geht es nach dem #Megxit weiter?

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Herzogin Meghan und der künftige Herzog Harry selbst sind nach Bekanntgabe ihrer Entscheidung sicherlich sehr erleichtert.

(Foto: imago images/i Images)

Die Entscheidung von Harry und Meghan, dem britischen Königshaus den Rücken zu kehren, sorgt gerade mächtig für Wirbel. Statt weiter ihren royalen Pflichten nachzugehen, wollen sie sich lieber ins Private zurückziehen. Das wirft nun natürlich einige Fragen auf, um deren Antwort sich ntv.de bemüht.

Am Mittwoch sind Prinz Harry und Herzogin Meghan aus einer längeren Auszeit zurückgekehrt und ließen noch am selben Abend eine royale Bombe platzen: Sie möchten zukünftig nicht mehr Teil des britischen Königshauses sein und sich aus ihren Positionen zurückziehen. Auf ihrem Instagram-Account schreiben sie, nach "vielen Monaten der Reflexion und interner Diskussionen" zu diesem Schluss gekommen zu sein.

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Zwar zeigt sich das von dieser Entscheidung offenbar völlig überraschte Königshaus öffentlich verständnisvoll, doch hinter den Kulissen soll es ordentlich brodeln. Vor allem ist man wohl enttäuscht und verärgert darüber, dass zuvor nicht alle Familienmitglieder über diesen Schritt informiert wurden. Zudem stellen sich natürlich nun einige Fragen bezüglich der Zukunft der beiden, die wir an dieser Stelle zu beantworten versuchen.

Warum ausgerechnet jetzt?

Sechs Wochen urlaubten Harry und Meghan mit Söhnchen Archie in Großbritannien, aber auch in den USA und Kanada. Vermutlich haben die zwei in dieser Zeit die finale Entscheidung zum Rückzug getroffen, doch gingen dem Ganzen Monate der Überlegungen und Diskussionen voraus.

Im Oktober bekam die Öffentlichkeit in einem ITV-Dokumentarfilm über die Afrika-Reise der beiden einen Einblick in ihre Denkweise. Meghan gab darin zu, es sei schwer gewesen, sich an das königliche Leben zu gewöhnen. Sie sei auch nicht auf den Medienrummel vorbereitet gewesen - trotz der Warnungen ihrer britischen Freunde, dass die Boulevardzeitungen ihr Leben "zerstören" könnten. Und Prinz Harry beschrieb seine eigene geistige Gesundheit und die Art und Weise, wie er mit dem Druck umgeht, als eine Frage des "ständigen Managements". Ende des vergangenen Jahres leiteten die zwei rechtliche Schritte gegen die britischen Boulevardblätter ein. Harry sagte dazu: "Ich habe meine Mutter verloren, und jetzt sehe ich, wie meine Frau den gleichen mächtigen Mächten zum Opfer fällt."

Die Geburt von Archie im vergangenen Frühjahr dürfte diese Gefühle und den Wunsch nach Rückzug bestärkt haben. Darauf deutet hin, dass sie ihrem Sohn keinen offiziellen Titel verliehen, womöglich, um ihm sein Recht auf ein Privatleben zu gewähren.

Werden die zwei ihre Titel abgeben müssen?

Harry und Meghan wollen laut den Informationen auf ihrer Website ihre Titel als Herzog und Herzogin behalten und berufen sich dabei auf einen historischen Präzedenzfall. Auch andere Mitglieder der königlichen Familie, darunter Prinzessin Beatrice und Eugenie, haben einen Titel und gehen dennoch arbeiten.

Wie wird ihr Nachname zukünftig lauten?

Wie unter anderem CNN vermutet, könnte der Nachname von Harry und Meghan zukünftig Mountbatten-Windsor sein, da sie den bereits Archie gegeben haben.

Hätte die Queen den Rücktritt vorher absegnen müssen?

Weil Queen Elizabeth das Oberhaupt der königlichen Familie und damit die Chefin der Firma ist, ist es ungewöhnlich, dass Harry und Meghan sie nicht über ihre Entscheidung informiert haben, ehe sie damit an die Öffentlichkeit gingen. Das sorgt im Palast gerade für ganz schön schlechte Stimmung. Absegnen musste sie die Entscheidung aber offenbar nicht.

Warum aber haben Harry und Meghan das nicht vorher mit der Familie besprochen?

Schon die ITV-Dokumentation legte die tiefe Kluft zwischen dem Paar und dem Rest der Familie offen. Zahlreiche britische Medien spekulierten seinerzeit über eine Entfremdung zwischen Harry und seinem älteren Bruder William. Die zwei seien "auf unterschiedlichen Wegen", hieß es unter anderem. Womöglich ist diese Spannung der Grund für Harry und Meghans Entscheidung, diesen Weg zu wählen, meint CNN.

Zahlen Harry und Meghan Steuern?

Da Harry und Meghan bislang kein privates Einkommen haben und ihren öffentlichen Ämtern und familiären Aufgaben nachkamen, mussten sie noch keine Steuern zahlen.

Wo will das Paar leben?

Das Paar gab bekannt, zukünftig zu Teilen in Großbritannien sowie in Nordamerika leben und eine neue Wohltätigkeitsorganisation gründen zu wollen. Das dürfte das Königshaus vor eine große Herausforderung stellen, denn noch ist unklar, wer sich außerhalb des Landes um die Sicherheit der Familie kümmern wird. Offenbar ist auch Kanada eine Option für Harry und Meghan, denn dort verbrachten sie einen großen Teil ihrer Auszeit, und Meghan lebte sogar schon einmal in Toronto. Hier sind ihre besten Freunde zu Hause.

Wird Meghan wieder als Schauspielerin arbeiten?

Ganz zu Beginn ihrer Beziehung mit Prinz Harry sagte Meghan in einem Interivew, sie wolle nach der Hochzeit die Schauspielerei an den Nagel hängen. Sie sprach von einem "neuen Kapitel" in ihrem Leben, in dem sie sich nun vermutlich auch weiterhin eher um die Rechte von Frauen und ihre Charity-Aufgaben kümmern wird.

Und was wird Harrys Job sein?

Da das Paar vom Königshaus finanziell unabhängig leben will, wird Harry arbeiten müssen. Was genau er tun könnte, ist aber noch unklar.

Was bedeutet es, finanziell unabhängig zu sein? Waren sie das nicht bereits?

Bislang war es Harry und Meghan untersagt, Einkünfte zu generieren. Fünf Prozent ihrer offiziellen Ausgaben wurden vom "Sovereign Grant" übernommen, einer jährlichen Pauschale der britischen Regierung. Die übrigen 95 Prozent finanzierte das Herzogtum Cornwall. Das Geld von der Regierung wird es zukünftig nicht mehr geben. Ob Charles seinen Sohn aber weiterhin unterstützt, ist noch unklar. Allerdings hat Harry von seiner verstorbenen Mutter Diana Millionen geerbt, die bei dem bisherigen Lebensstil des Paares aber wohl nicht allzu lange reichen dürften.

Haben die zwei nicht eben erst mit Steuergeldern ihr Haus renoviert?

Tatsächlich flossen gerade etwa 2,8 Millionen Euro britischer Steuergelder in die Renovierung von Frogmore Cottage, ihrem offiziellen Wohnsitz in Windsor Estate. Das geht aus dem Jahresabschluss des königlichen Haushaltes hervor. Unter anderem wurde ein Kamin entfernt, das Dach überarbeitet, eine neue Treppe und ein schwimmender Holzboden eingebaut. Die Kosten für die Ausstattung wurden von Harry und Meghan selbst übernommen.

Wo werden sie zukünftig leben?

Wie die beiden in ihrem Statement bekannt gaben, soll Frogmore Cottage weiterhin ihr offizieller Wohnsitz bleiben, damit "ihre Familie immer einen Ort haben wird, an dem sie daheim in Großbritannien anrufen kann". Das erfordert allerdings die Erlaubnis der Königin. Ob sie der Idee nach dieser Enttäuschung zustimmen wird, ist noch offen. Laut ihres Büros wird die Klärung solcher Details "einige Zeit in Anspruch nehmen".

Was wird mit ihrer Stiftung passieren?

Erst im Juli gründeten Harry und Meghan die "Sussex Royal Foundation Of The Duke And Duchess Of Sussex", nachdem sie sich kurz zuvor von der "Royal Foundation" gelöst hatten. Die hatte Harry einst mit seinem Bruder William und Schwägerin Catherine gegründet. Die neue Stiftung war ein erster Schritt in Richtung Abnabelung. Was mit der Wohltätigkeitsorganisation jetzt passiert, ist noch nicht geklärt.

Ändert sich durch die Entscheidung der Eltern irgendwas für Baby Archie?

Nein.

Quelle: ntv.de, nan