Unterhaltung

He is Legend Will Smith macht die halbe Hundert voll

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Er hat allen Grund zu lachen: Bei Will Smith läuft es.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Fresh Prince und Prinz von Bel-Air, Mann in Schwarz und Legende, Muhammad Ali und Date-Doktor: Hollywoodstar Will Smith ist ein echtes Multitalent und fast überall erfolgreich. Nun wird er 50 und dreht noch mal richtig auf. Er macht sogar wieder Musik.

Seit Jahrzehnten kennen und lieben ihn seine Fans als "Der Prinz von Bel-Air". Dabei sorgte er auch mit "Bad Boys" für Furore und gehörte zu den "Men in Black". Schauspieler Will Smith hat in seiner Karriere schon einige Kult-Rollen verkörpert.

Doch nicht nur auf der Leinwand hat er viel Erfolg. Am 25. September 2018 feiert der Hollywood-Star mit dem breiten, schelmischen Grinsen, den großen Ohren und der lockeren, lustigen Art seinen 50. Geburtstag. Wie aus ihm wurde, was er heute ist:

Am Anfang war alles Musik

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Das trug man damals so: Will Smith 1990.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Willard Carroll "Will" Smith Jr. wuchs in West Philadelphia auf. Lange bevor er Kinosäle füllte, machte er bereits Musik. Seit seinem zwölften Lebensjahr ist er Rapper. Als Teenager lernte er schließlich den DJ und Musikproduzenten Jeff Townes kennen. Als Hip-Hop-Duo DJ Jazzy Jeff & the Fresh Prince feierten sie große Erfolge. 1988 gewannen sie für ihren Song "Parents Just Don't Understand" den Grammy für die Beste Rap-Performance. 1991 folgte der zweite Grammy für "Summertime". Smith konnte später sogar zwei weitere Grammys einsacken, 1997 für "Men In Black" und 1998 für "Gettin' Jiggy Wit It".

Doch diese frühen Erfolge kosteten Smith fast Kopf und Kragen. Er verprasste sein Geld in Hülle und Fülle, zahlte zu wenig Steuern und war Anfang der 1990er fast pleite, wie er einst in einem Interview preisgab. Denn nach dem ersten Grammy und dem Hit-Album folgte ein riesiger Flop. Sein Glück: Der Produzent und Manager Benny Medina wurde auf ihn aufmerksam und holte Will Smith vor die Kamera.

Ein Prinz verändert sein Leben

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Alfonso Ribeiro, B.B. King und Will Smith 1991 in "Der Prinz von Bel-Air".

(Foto: imago/United Archives)

Benny Medina wollte Will Smith für eine TV-Show gewinnen. Doch damals sah sich Smith nur als Rapper und wollte das Angebot ablehnen. Auf einer Party kam es jedoch zu einem spontanen Vorsprechen, alle waren von Smith begeistert und kurz darauf wurde ein Vertrag aufgesetzt. Die Show wurde schließlich in Anlehnung an die Lebensgeschichte von Smith "The Fresh Prince of Bel-Air", zu Deutsch "Der Prinz von Bel-Air", genannt. So nahm seine Schauspielkarriere ihren Lauf. "Der Prinz von Bel-Air" hat mittlerweile Kult-Status erreicht.

Von der Sitcom gibt es aus sechs Staffeln 148 Folgen. Sie wurde von 1990 bis 1996 produziert. Smith singt auch den Titelsong. Worum geht's?

Will wird von seiner Mutter von Philadelphia nach Los Angeles verbannt, damit er nicht auf die schiefe Bahn gerät. Er kommt bei seiner wohlhabenden Tante Vivian und ihrem Mann, Onkel Phil, unter. Will sorgt im Nobelviertel Bel-Air für mächtig Aufsehen und gerät vor allem mit seinem versnobten Cousin Carlton häufig aneinander. Mit Alfonso Ribeiro alias Carlton verbindet Will Smith nach wie vor eine enge Freundschaft. Doch die Sitcom hat nicht nur seine Karriere, sondern auch sein Privatleben verändert.

Das private Glück

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The Smith: Trey, Willow, Jaden, Jada Pinkett und Will im Oktober 2016.

(Foto: imago/Independent Photo Agency)

Will Smith heiratete seine erste Frau Sheree Zampino 1992. Im gleichen Jahr kam ihr gemeinsamer Sohn Trey auf die Welt. Die Ehe hielt bis 1995. Der Schauspieler lernte seine zweite Frau Jada Pinkett Smith kennen, als sie für eine Rolle in "Der Prinz von Bel-Air" vorsprach. Sie sollte Wills Freundin spielen, bekam den Part jedoch nicht, da sie den Machern der Sitcom mit 1,52 Metern zu klein war. Smith wiederum ist 1,88 Meter groß. In der Sitcom wurden sie zwar kein Paar, dafür aber im echten Leben.

Im Dezember 1997 heirateten Will und Jada. Die Schauspieler zählen zu Hollywoods Traumpaaren. Sie haben zwei Kinder: Sohn Jaden und Tochter Willow. Zwar führt das Paar eine glückliche Ehe, doch Gerüchte um eine Trennung oder gar Scheidung gibt es immer wieder. Erst im Juli dieses Jahres erklärte Will, dass sie beide gar nicht mehr sagen würden, sie seien verheiratet. Sie sehen sich als Lebenspartner, die bis ans Ende ihres Lebens zusammen sein werden. Nichts könne ihre Beziehung zerstören, so der Schauspieler. Und auch Jada stellte im Juni 2018 klar, dass sie sich niemals scheiden lassen werden.

Doch nicht immer herrschte Friede, Freude, Eierkuchen bei Familie Smith. Das enthüllte Jada im Mai 2018 in ihrer Web-Talkshow "Red Table Talk". Gleich in Folge eins war Wills Ex-Frau Sheree Zampino zu Gast. Die beiden Frauen packten offen über die Vergangenheit aus. Sie räumten Fehler ein und erzählten, wie schwer es anfangs war, miteinander klarzukommen, vor allem auch in Hinblick auf Wills ersten Sohn Trey. Da mussten ihre Egos kräftig zurückstecken. Heute sind sie eine glückliche Patchworkfamilie und hoffen, anderen damit Mut machen zu können. Trey nennt Jada liebevoll seine "Bonus-Mama".

Tops und Flops

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Here come the Men in Black!

(Foto: imago stock&people)

Nicht nur privat läuft es im Leben von Will Smith rund. Noch während "Der Prinz von Bel-Air" produziert wurde, drehte er zwei seiner Film-Hits: "Bad Boys - Harte Jungs" (1995) und "Independence Day" (1996). 1997 folgte "Men in Black" an der Seite von Tommy Lee Jones. Als Agenten-Duo K und J jagten sie Außerirdische. Unter anderem hat der Gedächtnis-Löscher Kultstatus erreicht. Es folgten zwei Fortsetzungen in den Jahren 2002 und 2012. Nicht das einzige Sequel für Smith: "Bad Boys II" mit Martin Lawrence kam 2003 raus.

Als "Der Staatsfeind Nr. 1" überzeugte er 1998 noch, doch ein Jahr später floppte "Wild Wild West". Ein erster Dämpfer für den Strahlemann. Unterkriegen ließ sich Smith jedoch nicht. Seine Film-Karriere schwankt zwischen Tops und Flops, zwischen Action, Comedy, Drama und Romanzen. Für seine Performance als Box-Legende Muhammad Ali (1942-2016) in "Ali" wurde er 2002 zum ersten Mal für den Oscar als "Bester Hauptdarsteller" nominiert. Eine zweite Nominierung folgte 2007 für "Das Streben nach Glück". Auch wenn ihm prestigeträchtige Preise wie ein Goldjunge oder Golden Globe bisher verwehrt blieben, so lieben ihn Filmfans auf der ganzen Welt.

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Will Smith in "I am Legend" mit seiner treuen Schäferhündin Samantha.

(Foto: BARRY WETCHER S.M.P.S.P.)

In "Hitch - Der Date Doktor" (2005) brachte er zum Beispiel Eva Mendes dazu, sich in ihn zu verlieben. Den Film "I Am Legend" (2007) stemmte er im Alleingang. "After Earth" (2013) mit Sohnemann Jaden an seiner Seite bezeichnete er hingegen als "den schmerzhaftesten Misserfolg" seiner Karriere. Dafür versprühte er in "Focus" (2015) mit Margot Robbie jede Menge Sexappeal. Für "Erschütternde Wahrheit" (2015) gab es 2016 die fünfte Golden-Globe-Nominierung und in "Suicide Squad" (2016) mischte er sich als Deadshot unter die Comic-Helden. Was kommt wohl als Nächstes?

Zurück zu alten Stärken?

Filmtechnisch sorgte Will Smith zuletzt mit dem Netflix-Fantasy-Film "Bright" (2017) für Aufsehen. Er spielt darin einen menschlichen Cop, der es mit übernatürlichen Wesen, wie Feen, Elfen und Orks, zu tun hat. Joel Edgerton spielt seinen Partner - den ersten Ork-Polizisten. Ein zweiter Teil ist bereits in Planung. Nicht das einzige Projekt des nun 50-Jährigen. Smith macht auch wieder Musik! Gemeinsam mit Nicky Jam und Era Istrefi sang er 2018 den offiziellen WM-Song "Live It Up". Doch das ist noch lange nicht alles.

Ende Mai kündigte Smith über seinen YouTube-Kanal an, dass er im Studio an neuer Musik arbeite. Ein genaues Veröffentlichungsdatum gab er aber nicht preis. Sein letztes Album wurde 2005 veröffentlicht. Ein dritter Teil von "Bad Boys" ist in Planung und soll 2020 erscheinen. Die "Men in Black" bekommen mit Chris Hemsworth und Tessa Thompson immerhin ein Spin-off. Wenn "Der Prinz von Bel-Air" noch zurückkommt, würde sich der Kreis vollends schließen. Mit 50 scheint Will Smith sich jedenfalls nicht zur Ruhe setzen zu wollen, sondern noch einmal richtig Gas zu geben.

Quelle: n-tv.de, abe/spot

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