Unterhaltung

"Gemerkt, dass was nicht stimmt" Willi Herrens Sohn spricht über Tragödie

imago0116839042h.jpg

Willi Herren (l.) mit seinem Sohn Stefano wenige Tage vor seinem Tod.

(Foto: imago images/Horst Galuschka)

Vor einem Monat stirbt Willi Herren mit nur 45 Jahren. Es ist sein Sohn, der damals die Polizei ruft, als sein Vater die Tür nicht aufmacht. Jetzt spricht der 27-Jährige gemeinsam mit seiner Tante das erste Mal öffentlich darüber, was der Tod seines Vaters für die Familie bedeutet.

Am 20. April starb Reality-TV-Star und Mallorca-Sänger Willi Herren mit nur 45 Jahren völlig unerwartet in seiner Wohnung in Köln. Am 5. Mai wurde er in seiner Heimatstadt beigesetzt. Jetzt spricht sein Sohn Stefano zum ersten Mal über den Tag, an dem sich die Tragödie ereignete.

Es war nämlich der 27-Jährige, der die Polizei rief, als ihm sein Vater die Tür nicht öffnete. "Ich habe gebrüllt, ich habe gebrüllt. Ich habe gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt", so Stefano Herren über den Moment, in dem er dort stand und Angst bekam. Im RTL-Interview reden er und seine Tante Anna-Maria, Willi Herrens Schwester, zum ersten Mal vor laufenden Kameras über Herrens Tod.

Für Stefano Herren ist es wichtig, auch die Suchterkrankung seines Vaters zu thematisieren, denn die hatte starken Einfluss auf sein eigenes Leben. "Ich trinke nichts. Ich habe einfach einen Ekel davor bekommen, weil ich gesehen habe, was das mit einem Menschen machen kann, der das nicht unter Kontrolle hat", berichtet er.

"Willi war alles"

Anna-Maria Herren erfuhr vom Tod ihres Bruders von einem Reporter. Als sie am Tag, an dem Willi tot in seiner Wohnung gefunden wurde, einen Anruf mit unbekannter Nummer entagegennahm, glaubte sie, es sei Willi. Wenn sein Handyakku mal leer war, habe er oft eine andere Nummer benutzt, erklärt sie in dem RTL-Interview. Doch ist ein Reporter am Apparat, der sie bittet, den Tod ihres Bruders zu bestätigen. Die 57-Jährige ist selbst zu dieser Zeit wegen einer Krebserkrankung im Krankenhaus und bricht nach dieser Nachricht zusammen. "Willi war alles, er war mein Bruder, mein bester Freund", erzählt sie nun. Die zwei wohnten nur fünf Minuten voneinander entfernt, sahen sich fast täglich. "Wenn wir uns mal nicht gesehen haben, haben wir telefoniert."

Mit Herrens Ehefrau Jasmin haben die zwei keinen Kontakt. Sie sei zur Beerdigung eingeladen gewesen, kam aber erst am Tag danach allein zum Friedhof. Herrens Tochter Alessia beschädigte daraufhin den Kranz, den Jasmin Herren niedergelegt hatte, wohl aus Wut auf die Stiefmutter. Zuvor hatte es vielfach Streit gegeben, unter anderem um die Kosten für die Beerdigung. So einiges wurde öffentlich in den sozialen Medien thematisiert. Herrens Sohn und Schwester sind sich sicher: Er hätte all das nicht gewollt. Sie wünschen sich "Einfach mal Frieden. Damit der Willi seine Ruhe bekommt, und wir als Familie auch."

Quelle: ntv.de, nan

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.