Zuschauer wenig begeistert"ZDF-Fernsehgarten" überrascht mit Weihnachtsausgabe im August

Tannenbäume, Kunstschnee und Weihnachtsmusik - und das im Sommer. Der "ZDF-Fernsehgarten" verlegt das Fest kurzerhand in den August. Während Andrea Kiewel ausgelassen feiert, kommt die ungewöhnliche Idee bei vielen Zuschauern gar nicht gut an.
Der "ZDF-Fernsehgarten" hat schon Weihnachten gefeiert, vier Monate früher als üblich. Bei Sonnenschein und rund 20 Grad führte Andrea Kiewel in Weiß und mit gefütterter Weihnachtsmütze durch die Live-Sendung vom Mainzer Lerchenberg, dazu rieselte Kunstschnee über das Gelände. Auf Instagram reagierten viele Zuschauer mit deutlicher Kritik.
Auf der Bühne standen Tannenbäume, behängt mit Kugeln und Lametta. Selbst echte Rentiere hatte die Redaktion auf den Lerchenberg geholt. "Noch 123 Mal schlafen, dann ist Weihnachten. Es gibt Glühwein für alle", begrüßte Kiewel ihr Publikum. Wobei der Teil mit dem Glühwein nur ein Scherz war, wie das ZDF später klarstellte, immerhin gilt im Fernsehgarten mittlerweile Alkoholverbot.
Angekündigt hatte die Moderatorin den Termin schon eine Woche zuvor mit der lapidaren Erklärung: "Weil wir es können." In der Weihnachtssendung selbst erklärte sie nun, dass der Fernsehgarten Weihnachten nie feiern könnte, weil die Fernsehgarten-Saison jedes Jahr viel zu früh ende. Daher musste das Fest eben vorgelegt werden, mit allem drum und dran.
Auf dem Programm standen Plätzchenbacken und Wichteln, No-Angels-Sängerin Lucy Diakovska stimmte den Klassiker "It's the Most Wonderful Time of the Year" an. Tannenbaum-Weitwurf gab es auch noch. Ross Antony bekam dafür eine Urkunde überreicht, als erster Engländer, der auf dem Lerchenberg einen Weihnachtsbaum geschleudert hat.
Dem Sänger dürfte der Termin ohnehin entgegengekommen sein. Antony, der mit seinem Ehemann Paul Reeves auftrat, gilt als bekennender Weihnachtsfan. Neben Antony saß auch Hugo Egon Balder in der dekorierten Kulisse. Der kommentierte die Aktion spitz, sagte das sei "typisch ZDF" und: "Die haben alle einen an der Waffel."
Im Internet ist das Entsetzen noch größer. Unter den Instagram-Beiträgen zur Sendung sammelten sich zahlreiche Verrisse. Vom "Tiefpunkt der deutschen Fernsehunterhaltung" war die Rede, von "katastrophal" und "grauenhaft". Mehrere Nutzer berichteten, sie hätten nach wenigen Minuten wieder ausgeschaltet.
Andere nahmen das Format insgesamt ins Visier. "Die Sendung wird immer schlimmer", schrieb ein Nutzer, ein anderer forderte, den "Fernsehgarten" endlich abzusetzen. Auch der religiöse Charakter des Fests wurde angeführt: Weihnachten beginne nach dem Totensonntag, ein Sommer-Event daraus zu machen sei unverständlich.