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"Sing meinen Song" Zwei Cowboys lassen die Hosen runter

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Von Moses P. bis Mark Forster: Die Teilnehmer des diesjährigen "Sing meinen Song"

Das "Tauschkonzert" geht in die zweite Runde. Mit dabei: Eine beängstigend dreinblickende Stefanie Kloß, eine hypernervöse Lena Meyer-Landrut und zwei Stallbrüder, die ungewohnt leise Töne anschlagen.

Die zweite Folge der diesjährigen "Sing meinen Song"-Staffel ist noch keine fünf Minuten alt, da macht man sich daheim vor dem Bildschirm bereits Sorgen um das Wohlbefinden der auserwählten Hauptprotagonistin des Abends. Sicher, Stefanie Kloß strahlt wie eh und je. Die Zähne funkeln in strahlendem Weiß. Und auch das Haupthaar und die Lederklamotte sitzen perfekt. Zwischendurch reißt sie aber auch immer wieder die Augen auf. Und zwar weit, sehr weit. Und dann ziehen sich die Mundwinkel in alle Himmelsrichtungen. Ist das etwa der Ausdruck von überschäumender Freude, wenn Kollegen aus den verschiedensten Genre-Ecken vor dem eigenen Songmaterial niederknien?

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Silbermond-Frontfrau Stefanie Kloß

Man mag es kaum glauben. Aber es ist wohl so. Denn das, was an diesem Abend alles von Stefanie zu Protokoll gebracht wird, lässt eigentlich keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie tief in ihrem Bautzener Herzen nur pure Dankbarkeit und Freude verspürt.

"Verkackt"?

Bereits nach Lenas eröffnendem „Doppel-Auftritt“ klatscht die Silbermond-Frontfrau begeistert Beifall. Zwar "verkackt" das „Satellite“-Girl die erste Version des Breakthrough-Hits "Durch Die Nacht" noch bevor sich der Refrain in die südafrikanische Nacht verabschiedet. Aber der zweite Anlauf klappt dafür umso besser. Mit brüchigem Timbre und auf den Spuren von Cranberries-Aushängeschild Dolores O’Riordan wandelnd, trifft Lena bei Fräulein Kloß voll ins Schwarze.

Auch Gentleman holt sich bei Stefanie eine kuschelige Umarmung ab. Seine hip hoppige Scat-Interpretation vom Hängematten-Chiller "Heut Hab Ich Zeit" haut sogar die beiden Cowboy-Gastgeber aus den Socken.

Weiter geht’s mit Kuschelbär Moses Pelham. Der hat sich doch tatsächlich für den silbermondschen Über-Hit "Symphonie“"entschieden. Da macht auch Paddy Kelly große Augen: "Singt der den Song jetzt echt alleine?" Moses zwinkert nur kurz. Drei Sekunden später eilt auch schon "Hilfe" auf die Bühne. Und zwar - Surprise! Surprise! - in Gestalt von Cassandra Steen. Wie schon in der letzten Woche hibbelt der Rödelheim-Rapper lediglich im Background umher, während sich das Glashaus-Goldkehlchen im Rampenlicht stehende Ovationen abholt.

Toll, dass ihr alle da seid!

Nach so vielen Emotionen muss die illustre Couch-Runde erstmal wieder ein bisschen runterfahren. Das klappt natürlich am besten mit dem kollektiven Abladen von unnötigem Ballast. Soll heißen: Bühne frei für Stefanie Kloß und die eigens für diesen Abend eingeflogenen Silbermond-Buben Johannes, Thomas und Andreas. Mit "leichtem Gepäck" und schunkelndem Deutschpop im Kofferraum brausen die vier Sachsen in unbeschwerte Welten. Und alle Anwesenden vor der Bühne fahren mit. Prost, ihr Lieben! Toll, dass ihr alle da seid!

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Mark Forster (r.) singt für Steganie Kloß.

Kurz darauf geht’s aber wieder "in die Tiefe.“ Der Boss und der Hoss drehen den Party-Hahn zu und schwenken "Weiße Fahnen". Zu aufwühlenden Lagerfeuer-Sounds lassen die beiden Feierbiester die Hosen runter und Kinderseelen vom Weltfrieden träumen. Respekt. Well done! Da kann der gute Paddy nicht so ganz mithalten. Als "Krieger Des Lichts" träumt der Stadion-Experte in der Runde von gemeinsamen Auftritten mit Bono, The Edge und Co. Tja, jedem seine Träume.

Fehlt nur noch "Hitmonster" Mark Forster. Der haut am Ende nochmal richtig einen raus. Mit disharmonischem Anarcho-Pop macht der gebürtige Lauterer dem etwas eingestaubten Home-sweet-Home-Hüpfer "Irgendwas Bleibt" ordentlich Feuer unterm Hintern. So kann’s gehen. Zur Belohnung wird dem "irgendwie ziemlich verrückten" (O-Ton Stefanie Kloß) Herrn Forster am Ende des Abends die halbe "Song des Abends"-Ukulele überreicht. Über die andere Hälfte darf sich Lena freuen.

Irgendwas vergessen? Ach so, stimmt ja… zwischen den einzelnen Auftritten wird der "Star des Abends" auch immer wieder gerne in private Frage-und-Antwort-Spielchen verwickelt. So erfahren wir beispielsweise von Stefanie, dass es in einer Ein-Zimmer-Wohnung mit drei Jungs bisweilen "ziemlich heiß hergehen kann", die Band zwischendurch auch "einige Kämpfe" austragen musste und Madame sich im trauten Familienkreis am liebsten mit hausgemachtem Hühnerfrikassee verwöhnen lässt. Hammer, oder? Ich bin ja mal gespannt, was uns die Lena nächste Woche verrät …

Quelle: n-tv.de

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