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Autorenduo macht in HorrorFitzek: "Schreibe mir meine Albträume von der Seele"

19.03.2026, 18:10 Uhr
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HOEHN FItzek
Das Unterbewusstsein ist Co-Autor von Sebastian Fitzek. (Foto: Hoehn)

Albträume, ein altes Hotel, geheime Experimente: Das klingt nach einer Menge Spaß, wenn man es mit dem Horrorgenre hält. Wenn dann noch Thriller-Bestsellerautor Sebastian Fitzek und "German Scream Queen" Annika Strauss dabei gemeinsame Sache machen, ist Gänsehaut garantiert. Worum es genau geht, wie es zu der Zusammenarbeit kam und woher die Idee zum Plot stammt, verraten Strauss und Fitzek im ntv.de-Interview.

ntv.de: Frau Strauss, Herr Fitzek, wie haben Sie geschlafen?

Sebastian Fitzel: (hustet) Ich bin erkältet. Habe also schon besser geschlafen. Annika, und du?

Annika Strauss: (lacht) Ich habe super geschlafen. Keinerlei Albträume. Alles prima.

Was zeichnet denn einen guten, gesunden Schlaf eigentlich aus?

Strauss: Gut heißt für mich auf alle Fälle lange schlafen. Durchschlafen, keine Probleme wälzen oder über Sachen nachzudenken. Guter Schlaf heißt Erholung. Träume können dabei durchaus eine positive Rolle spielen.

Fitzek: Guter Schlaf heißt bei mir: fünf Stunden - am Stück! Durchschlafen ist super! Albträume habe ich eher selten, weil ich sie mir auch von der Seele schreibe. Dadurch wiederum kann ich andere mit meinen Albträumen plagen (lacht). Wenn ich träume, weiß ich zwar am anderen Morgen, dass ich geträumt habe, aber nicht, worum es ging. Es blitzt kurz auf - und dann ist es weg.

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Annika Strauss hat sich dem Horrorgenre verschrieben - als Buchautorin und Schauspielerin. (Foto: Claudia Engl)

Das schreit doch nach einer Buchidee: Was wäre, wenn man sich seine Träume aufzeichnen und anschauen könnte?

Strauss: (lacht) Genau, die Idee dazu trug Sebastian schon länger mit sich herum. Er erwähnte das Thema sogar bereits in einem früheren Buch.

Fitzek: "Der Nachtwandler" von 2013. Mir ist das lange gar nicht bewusst gewesen. Mein Unterbewusstsein ist damit der Co-Autor, aber Annika hat mich darauf aufmerksam gemacht.

Wie kam es dann zu der Zusammenarbeit, aus der das neue Buch "REM", erschienen bei Droemer Knaur, entstanden ist?

Fitzek: Die Geschichte dazu ist relativ unspektakulär: Ich hatte die Idee, aber auch nicht viel mehr. Ich war aber der Meinung, dass daraus eher ein Horrorroman entstehen wird als ein klassischer Psychothriller. Mein Agent machte mich dann auf Annika aufmerksam, die sich dem Horrorgenre verschrieben, als Schauspielerin auch bereits in mehreren Dutzend Horrorfilmen mitgewirkt hat. Wir trafen uns, sprachen miteinander, brainstormten …

Strauss: … genau. Ich hatte mit "Nachtfahrt" bereits einen Psychothriller geschrieben. Die Chemie zwischen Sebastian und mir stimmte sofort. Der Rest ist quasi Geschichte (lacht).

Worum geht es in "REM?

Fitzek: Die Geschichte beginnt mit einem vier Jahre alten Mädchen, das von seinem Vater angefleht wird, nicht einzuschlafen. Aber ihm fallen dann doch die Augen zu und als es sie wieder aufschlägt, ist der Vater tot, bestialisch ermordet. Dieses traumatische Erlebnis verfolgt Alysse, so der Name des Mädchens, noch als Erwachsene. Sie hat Angst vor dem Einschlafen. Sie versucht, so gut es geht, Träume zu vermeiden. Kurz nach ihrem 25. Geburtstag erhält sie die Nachricht, dass sie ein verlassenes Hotel geerbt habe. Sie fährt hin und geht auf die Suche nach Antworten auf Fragen wie: Was hat ihr Vater in dem Hotel gemacht? Wieso sollte sie damals nicht einschlafen? Hat sie den Tod des Vaters verschuldet? Welche Rolle spielen dabei Träume und Albträume?

Und das Sterben beginnt …

Strauss: (lacht) So könnte man es sagen. Oder besser: Und der Horror nimmt seinen Lauf.

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Was macht "REM" zu einem Horrorroman?

Strauss: Ein altes Hotel, Isolation, Übernatürliches … wir spielen bewusst in "REM" mit diesen und anderen Stilmitteln des Horrorgenres.

Fitzek: "REM" ist aber auch eine Familiengeschichte. Es gilt, ein großes Geheimnis zu lüften. Und über allem steht ein weiteres Thema, das hier aber nicht gespoilert wird (lacht).

Der typische "Fitzek-Twist"?

Fitzek: Ja, ohne geht es nicht (lacht). Und dadurch ist "REM" dann auch kein reiner klassischer Horrorroman, sondern hat auch Psychothriller-Vibes.

Strauss: Dadurch ist viel mehr Geschwindigkeit in der Geschichte. Es passiert wahnsinnig viel. Plot-Twists inklusive. "REM" ist ein Horror-Thriller. Die Mischung macht's!

Apropos Mischung: Werden Sie weiterhin zusammenarbeiten?

Fitzek: Davon gehe ich stark aus. "REM" ist aber eine abgeschlossene Geschichte, ist kein Teil einer Serie. Vielleicht haben wir mit "REM" die Tür zu einem neuen Genre aufgestoßen? Vielleicht haben wir aber zumindest das Horrorbuch-Genre in Deutschland wieder mehr in den Fokus gerückt? Es war doch etwas unterrepräsentiert bislang.

Strauss: Ich verrate nur so viel: Wir sind bereits am plotten! (lacht)

Mit Annika Strauss und Sebastian Fitzek sprach Thomas Badtke

Quelle: ntv.de

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