Kino

Die Drachenkönigin wird zur Elfe "Last Christmas" gab sie ihm ihr Herz

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Werden sie zueinanderfinden? Kate (Emilia Clarke) und Tom (Henry Golding).

(Foto: Universal Studios)

Daenerys Targaryen, Khaleesi oder Drachenkönigin - das sind die Namen, unter denen man Emilia Clarke zuletzt kannte. Doch "Game of Thrones" ist vorbei und die Britin bereit, mit dem Weihnachtsfilm "Last Christmas" mit ihrem Serien-Image zu brechen. Ob sie wohl auch Komödie kann?

Der Film "Last Christmas" hat mehr als nur einen Star. Und damit sind nicht allein die Personen gemeint, die auf der Leinwand zu sehen sind, wie Emilia Clarke (Kate), Henry Golding (Tom) oder Emma Thompson (Petra, Kates Mutter). Ein Star ist auch die Stadt London, in der die Handlung spielt. Und ein weiterer Star ist sogar nur zu hören. Schließlich ist der Titel "Last Christmas" nicht zufällig gewählt.

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Ja, die Zeit ist schon bald wieder gekommen, in der der alte, von George Michael geschriebene Wham!-Gassenhauer wieder in Dauerschleife aus den Radios dudeln wird. Und tatsächlich entstand die Idee zu dem jetzigen Film auf der Basis des gleichnamigen Songs. Emma Thompson war es, die den Einfall dazu hatte und deshalb nun nicht nur als Schauspielerin in dem Streifen zu sehen ist, sondern auch am zugehörigen Drehbuch mitgewirkt hat. Dazu traf sie sich auch mit Michael, ehe er vor drei Jahren just an Weihnachten verstarb.

So ist "Last Christmas" nicht zuletzt eine große Hommage an den Sänger, in der nicht nur der Titelsong zum Tragen kommt. Auch Songs wie "Faith", "Freedom", "Heal The Pain" oder "Praying For Time" gehören zum Soundtrack. Von einem neuen Lied aus dem Nachlass Michaels mit dem Titel "This Is How (We Want You To Get High)" ganz zu schweigen.

Feel-Good-Movie mit kritischen Untertönen

Das heißt nun jedoch nicht, dass der Film nur etwas für eingeschworene George-Michael-Fans wäre. Vielmehr ist "Last Christmas" ein Feel-Good-Movie mit einigen gesellschaftskritischen Untertönen, mit dem sich Regisseur Paul Feig ein zweites Mal an einem Weihnachtsfilm versucht. Das erste Mal hatte sich der Macher von Streifen wie "Brautalarm", "Taffe Mädels" oder dem "Ghostbusters"-Remake mit Frauenpower in "Oh je, du Fröhliche" der Thematik angenommen. Kennen Sie nicht? Nun ja, der Film hat es nun auch nicht geschafft, zu einem Feiertags-Dauerbrenner wie "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", "Der kleine Lord" oder "Kevin - Allein zu Haus" zu werden.

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Nein, es ist nicht der Becher aus dem "Game of Thrones"-Set, oder?

(Foto: Universal Studios)

Aber vielleicht hat ja der Streifen "Last Christmas" nun das Potenzial, seiner Song-Vorlage in Sachen Langlebigkeit nachzueifern. Besinnlich-romantische Gefühle kommen jedenfalls durchaus auf, wenn Kate in ihrem Elfenkostüm ihren Alltag als Verkäuferin in einem Weihnachtsgeschäft voller Krimskrams zu meistern versucht. Latent verpeilt und planlos lebt sie in den Tag hinein, bis eines Tages auf einmal Tom vor dem Laden auftaucht. Eigentlich ist er so gar nicht ihr Typ, aber Kates Versuche, ihn abzuwimmeln, scheitern, bis sich die beiden schließlich nach und nach näherkommen.

Gemeinsam verbringen sie viele Stunden in ihrer Heimatstadt London, die in der Vorweihnachtszeit im besten Licht erstrahlt. Doch immer wieder reißt der Kontakt ab, auch als Kate versucht, ihn bei seiner freiwilligen Arbeit in einer Obdachlosen-Küche zu treffen und zu unterstützen. Stattdessen findet nun sie hier eine neue Aufgabe, die sie wieder mit Lebensfreude erfüllt. Als Tom schließlich irgendwann erneut auftaucht, verdichten sich die Hinweise, dass er ein Geheimnis mit sich trägt. Die berührende Liebesgeschichte läuft auf ein dramatisches und überraschendes Ende zu ...

Publikumsmagnet Emilia Clarke

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Clarke singt in dem Film auch.

(Foto: Universal Studios)

Der Film dürfte schon deshalb einige Zuschauer ins Kino locken, weil Emilia Clarke in ihm zu sehen ist. Klar, sie hat in den vergangenen Jahren durchaus auch so manchen anderen Streifen gedreht wie "Terminator: Genisys", den Thriller "Voice from the Stone - Ruf aus dem Jenseits" oder "Solo: A Star Wars Story". Doch nach wie vor haben sie viele vor allem aufgrund ihrer Rolle als Daenerys Targaryen mit Beinamen wie Khaleesi oder Drachenkönigin, die in "Game of Thrones" hoch steigt und tief fällt, auf dem Zettel.

Wie macht sich Daenerys Sturmtochter nun in einer komödiantischen Rolle? Bestens, kann man da nur sagen. Ohnehin entspreche ihr ein Charakter wie der von Kate viel mehr als der der düsteren Fantasy-Herrscherin, sagt Clarke im Gespräch mit n-tv.de. Und wer weiß? Vielleicht flimmert "Last Christmas" ja auch dann noch alljährlich über die TV-Bildschirme, wenn "Game of Thrones" längst vergessen ist.

"Last Christmas" läuft ab sofort in den deutschen Kinos

Quelle: n-tv.de